Bexterhagen macht es in Asemissen unnötig spannend

Doppelpack in Asemissen: Eric Wöhler

Reds siegen nach Rückstand gegen Asemissens Dritte

Der TuS Bexterhagen schwimmt weiter auf der Erfolgswelle. Mit einem 4:3-Auswärtssieg beim Tabellenvierten Asemissen III verbuchten die Reds den vierten Dreier in Serie. Dabei spielte die Wenzel-Elf trotz frühen Rückstands speziell in der ersten Hälfte furios auf, ehe im zweiten Durchgang auch dank eines irregulären Asemisser Treffers noch einmal unnötig Spannung in die Partie kam.
Die Gäste begannen im 4-3-3-System forsch und mit viel Schwung nach vorne. Eric Wöhler (07.) und Clemens Grosser (10.) gaben erste Warnschüsse auf das Asemisser Gehäuse ab, ließen die ganz große Gefahr jedoch noch vermissen.
Dann stellte Asemissen III mit dem ersten Torschuss den Spielverlauf völlig auf den Kopf, als Philipp Löwen per Direktabnahme zum 1:0 für die Hausherren traf (17.).
Bexterhagen bewies jedoch Moral und ließ sich vom Rückstand nicht verunsichern - ganz im Gegenteil. "Die halbe Stunde bis zur Pause war dann vielleicht das Beste, was wir diese Saison bislang gespielt haben", schwärmte Co-Trainer Uwe Wehmeyer. Die Reds traten jetzt mächtig aufs Gaspedal und ließen die Gastgeber praktisch nicht mehr aus der eigenen Hälfte, vor allem das Gegenpressing funktionierte in dieser Phase fast perfekt. Der Ausgleichstreffer lag jetzt in der Luft - und Clemens Grosser machte es besonders schön: Nicht ernsthaft angegriffen, nahm der 18-Jährige Maß und schweißte den Ball aus 25 Metern in den Winkel (29.). "Traumtor", kommentierte Kapitän Julian Droste so trocken wie treffend. Nur wenige Minuten später war das Spiel komplett gedreht, als Marc Hotes einen Freistoß-Abpraller aus kurzer Distanz versenkte (32.). Und Bexterhagen hatte noch nicht genug. Dominik Dodt schüttelte mit einer geschickten Bewegung zwei Gegenspieler ab und schickte dann Eric Wöhler auf die Reise, der zunächst noch einen Haken schlug und dann trocken mit links von der Strafraumkante abschloss - 1:3 (39.). Mit dieser komfortablen Führung ging es wenig später auch in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel suchten die Hausherren ihren Weg zurück in die Partie, doch die Reds kontrollierten das Spiel weiterhin und setzten immer wieder offensive Akzente. Einen wahren Highspeed-Konter schloss schließlich Eric Wöhler zum 1:4 ab und schnürte damit einen Doppelpack (63.).
Mit diesem Treffer schien die sprichwörtliche Messe eigentlich gelesen, doch der TuS Asemissen III kämpfte sich noch einmal heran - allerdings unter gütiger Mithilfe des Unparteiischen. Dem 2:4 von Patrick Dove in der 72. Minute gehen zwei deutliche Abseitsstellungen voraus, die der Schiedsrichter jedoch nicht sieht. "Das Tor darf er niemals geben, sorry", echauffierte sich Arne Middeldorf zu Recht. Kurz vor Schluss wurde es dann noch einmal hektisch: Zunächst kassierte Asemissens Andreas Löwen eine berechtigte gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels, ehe erneut Patrick Dove auf 3:4 verkürzen konnte (84.). Asemissen III probierte nun noch einmal alles, doch der Tabellenführer aus Bexterhagen bewahrte einen kühlen Kopf und brachte die knappe Führung erfolgreich über die Zeit.

Aufstellung:

Joshua Kammel - Paul Hersekorn, Moritz Gromann, Julian Droste, Alexander Voss - Arne Middeldorf, Nick Warbende, Dominik Dodt - Clemens Grosser, Eric Wöhler, Marc Hotes

Tore:

17. Minute 1:0 Philipp Löwen
29. Minute 1:1 Clemens Grosser
32. Minute 1:2 Marc Hotes
39. Minute 1:3 Eric Wöhler
63. Minute 1:4 Eric Wöhler
72. Minute 2:4 Patrick Dove
84. Minute 3:4 Patrick Dove

 

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Zufriedenstellendes Wochenende trotz Pokalaus

Ragte mit Innenverteidiger Kollege Julian Droste aus einer starken Bexterhäger Mannschaft heraus: Moritz Gromann

Reds schlagen am Sonntag Leese, im Pokal ist der TBV Lemgo eine Nummer zu groß

Der TuS Bexterhagen hat ein ereignisreiches Wochenende hinter sich, das trotz des Pokal-Ausscheidens gegen den Bezirksligisten TBV Lemgo eigentlich nur zufriedene Gesichter hinterließ.Grund war selbstverständlich der hochverdiente 2:1-Heimsieg gegen Verfolger BSV Leese.
Priorität, so viel hatte bereits vor diesem Wochenende festgestanden, genoss ganz klar die Partie gegen den Tabellenzweiten aus Leese. Das Ziel: Mit einem Sieg den Vorsprung auf 6 Punkte ausbauen und außerdem ein Zeichen an die Konkurrenz senden. Am späten Sonntagnachmittag gegen 17 Uhr ließ sich konstatieren: Mission erfüllt! Dank einer konzentrierten Leistung und der Tore von Clemens Grosser (11.) sowie Ibrahim Camara (20.) fügten die Reds dem Aufstiegsrivalen die bereits dritte Niederlage zu – da half auch der schöne Volley-Treffer von Leeses Jessie Henrichs nichts mehr (75.). „Wir waren gut auf das Spiel vorbereitet, es ist alles genau so eingetreten, wie wir es erwartet hatten“, gab Abwehr-Riese Moritz Gromann nach Spielende zufrieden zu Protokoll und verwies damit auch auf die gute Arbeit von Sportdirektor Sven Gleisner, der als Interims-Coach für den im Urlaub weilenden Achim Wenzel fungierte. Speziell Gromann und Kapitän Julian Droste zeigten eine bärenstarke Leistung und wiesen in den Duellen gegen die Plöger-Brüder nach, dass sie selbst in dieser Gewichtsklasse mithalten können. Unterdessen wirbelte Marc Hotes auf dem linken Flügel und bereitete beide Bexterhäger Treffer vor. Einziger Wermutstropfen an diesem Nachmittag: Reds-Torjäger Ibrahim Camara verletzte sich bei seinem Treffer an der Schulter, muss aber wohl nicht mit einer langfristigen Pause rechnen. Kein Wunder also, dass die Stimmung beim Tabellenführer am Sonntag kaum besser hätte sein können.

Aufstellung gegen Leese:

Dennis Wehmeyer - Arne Middeldorf, Moritz Gromann, Julian Droste, Alexander Voss - Nick Warbende, Dominik Dodt, Sören Brüntrup, Marc Hotes (Nils Gleisner) - Clemens Grosser, Ibrahim Camara (Eric Wöhler)

Tore gegen Leese:

11. Minute 1:0 Clemens Groser
20. Minute 2:0 Ibrahim Camara
75. Minute 2:1 Jessie-Daniel Henrichs

 

Die prächtige Stimmung in Bexterhagen änderte sich auch am folgenden Dienstag nicht, aufgrund des bundesweiten Feiertags zum Datum des Bexterhäger Pokal-Highlights gegen den Bezirksligisten TBV Lemgo auserkoren. Dass den Gastgebern dabei die große Sensation verwehrt blieb – geschenkt. Beim 0:4 trat der TuS zwar erst in Hälfte zwei offensiv ein wenig in Erscheinung, hatte aber ansonsten eben auch alle Hände voll zu tun, den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten – was angesichts des doppelten Klassenunterschieds auch respektabel gelang. „Zudem darf man nicht vergessen, dass die Jungs am Vorabend den 18. Geburtstag von Maxi Schmidt gefeiert hatten. Und wie ich so gehört habe, ist es wohl etwas später geworden“, schmunzelte Co-Trainer Uwe Wehmeyer, der dieses Mal den urlaubenden Achim Wenzel an der Seitenlinie vertrat. Dass der Sieg des Favoriten jedoch hochverdient war, daran ließ kein Bexterhäger einen Zweifel. „Die haben uns schon gut laufen lassen“, urteilte Mittelfeldspieler Sören Brüntrup, dem sein körperlicher Zustand bereits zur Halbzeitpause aus dem Gesicht abzulesen war. „Wären wir alle komplett fit gewesen, hätten wir vielleicht ein paar klarere Torchancen gehabt oder sogar den Ehrentreffer erzielt. Nach hinten war Lemgo nicht so konsequent, dass da nichts drin gewesen wäre.“ Trotz der Niederlage fiel das Fazit dieses verlängerten Fußball-Wochenendes also rundum positiv aus, denn eins ist klar: „Unser Fokus liegt 100% auf der Liga, mit dem Pokal-Aus können wir jetzt also bestens leben“, so Kapitän Julian Droste. Und in der Liga wartet ja auch schon ein weiteres Highlight: Das nächste Spitzenspiel gegen den Tabellendritten TuS Asemissen II. Spannende Wochen am Alten Postweg…

Aufstellung gegen Lemgo:

Dennis Wehmeyer - Oliver Kampmann (Arne Middeldorf), Moritz Gromann, Julian Droste, Alexander Voss - Paul Hersekorn, Dominik Dodt, Nick Warbende, Sören Brüntrup, Rafal Szymanski (Eric Wöhler) - Clemens Grosser (Christopher Wright)

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Bexterhagen triumphiert im Tor-Festival gegen Aspe II

Sorgte mit seinem Treffer für die Entscheidung: Dominik Dodt

Beim 8:3 stören nur die Gegentore

Der TuS Bexterhagen hat seine Pflichtaufgabe gegen den SV Werl-Aspe II souverän erledigt und einen auch in der Höhe verdienten 8:3-Sieg eingefahren. Nach einer abgeklärten ersten Hälfte verschlief der Tabellenführer einen Teil der zweiten Halbzeit, zog aber rechtzeitig die Zügel wieder an und wies die Gäste aus Aspe deutlich in die Schranken.
Der Start in die Partie hätte für die Reds nicht besser laufen können: Nur Sekunden nach dem Anstoß zeigte der Unparteiische auf den Elfmeterpunkt, nachdem ein Asper Verteidiger den Ball im 16er mit der Hand gespielt hatte. Sören Brüntrup nahm sich der Sache an und verwandelte souverän zum 1:0 (01.).
Fortan spielte sich das Geschehen vornehmlich in der Hälfte des SV Werl-Aspe II ab, denn sobald die Gäste den Weg nach vorne suchten, war der Ball rasch wieder verloren. Bexterhagen kontrollierte die Partie, haderte aber lange Zeit mehrfach mit vermeintlichen Abseitsstellungen oder der dürftigen Chancenverwertung. Erst nach einer knappen halben Stunde ließen die Hausherren in Person von Ibrahim Camara das 2:0 folgen - allerdings auch unter gütiger Mithilfe von SV-Keeper Knuth Stickdorn, der Camara bei einem Klärungsversuch anschoss, woraufhin der Ball ins leere Tor trudelte (29.). Nur wenige Minuten später folgte das 3:0 durch einen platzierten Schuss von Alexander Voss (34.); Marc Hotes hatte das Tor durch eine schöne Einzelaktion vorbereitet.
Kurz darauf sorgte dann allerdings eine kleine Unachtsamkeit im Bexterhäger Defensivverbund für den schnellen Asper Anschlusstreffer nach einer Ecke (37.). "Das Gegentor war absolut vermeidbar, weil die Ecke vorher aus einem Abstimmungsfehler resultierte", ärgerte sich Moritz Gromann, der seine Mannschaft heute als Kapitän aufs Feld führte. Doch weil der TuS umgehend mit einem wuchtigen Schuss ins Kreuzeck von Ibrahim Camara antwortete (40.), ging es mit einem komfortablen Vorsprung in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich zunächst wenig an den Kräfteverhältnissen auf den Rasen, allerdings ließen die Gastgeber im Spiel nach vorne zuweilen ein wenig Laufbereitschaft vermissen. Doch selbst damit ließ sich der Bruch im Bexterhäger Spiel kaum triftig erklären, der mit dem 4:2 durch Aspes Alexander Ruge in der 62. Minute kam. "Das war komplett unnötig. Erstens resultierte das Gegentor aus einer Fehlerkette von uns, es war nicht großartig rausgespielt. Zweitens war Nervosität eigentlich auch nach dem 4:2 völlig fehl am Platz, wir hatten das Spiel bis dahin ja unter Kontrolle", wunderte sich Sören Brüntrup nach der Partie. Dass das 4:3 nur zwei Minuten später (64.) dem Bexterhäger Spiel nicht unbedingt mehr Sicherheit verlieh, war allerdings nur folgerichtig. "Zum Glück", so Co-Trainer Uwe Wehmeyer, "hatte Dominik dann diesen Kunstschuss parat."
Gemeint war Dominik Dodt, der in der 72. Minute mit einem ebenso schönen wie wichtigen Treffer in den rechten Winkel zum 5:3 für die Vorentscheidung sorgte und das kurze Aufbäumen der Gäste damit beendete. Angetrieben vom eingewechselten Arne Middeldorf ("Arne hat viel frischen Wind reingebracht") erhöhten die Reds fortan wieder das Tempo und gestalteten die Partie dank der Tore von Nick Warbende (81.), Ibrahim Camara (83.) und Eric Wöhler (90.) schlussendlich standesgemäß. Damit können die Reds am kommenden Sonntag mit viel Selbstvertrauen nach Leese reisen, wenn der BSV zum Spitzenspiel lädt.

 

Aufstellung:

Dennis Wehmeyer- Paul Hersekorn, Moritz Gromann, Alexander Voss - Clemens Grosser (Arne Middeldorf), Nick Warbende, Sören Brüntrup, Dominik Dodt, Marc Hotes (Fabian Butzkies) - Eric Wöhler (Julian Droste), Ibrahim Camara

Tore:

01. Minute 1:0 Sören Brüntrup (FE)
29. Minute 2:0 Ibrahim Camara
34.Minute 3:0 Alexander Voss
37. Minute 3:1 Julian Lindheim
40. Minute 4:1 Ibrahim Camara
62. Minute 4:2 Alexander Ruge
64. Minute 4:3 Boris Bergheim
72. Minute 5:3 Dominik Dodt
81. Minute 6:3 Nick Warbende
83. Minute 7:3 Ibrahim Camara
90. Minute 8:3 Eric Wöhler

 

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Gleisners Kunstschuss entscheidet das Derby

Matchwinner gegen den TuS Lockhausen: Reds-Routinier Nille Gleisner

Reds gewinnen Spitzenspiel in Lockhausen mit 1:0

Unter der Woche hatte der TuS Bexterhagen bereits mit einem 4:2-Sieg über den A-Ligisten TuS Brake im Pokal für Aufsehen gesorgt, nun kehrten die Reds auch in der Liga wieder in die Erfolgsspur zurück. Beim schweren Auswärtsspiel in Lockhausen reichte der Treffer von Routinier Nils Gleisner am Ende für einen knappen 1:0-Sieg.
Achim Wenzel konnte mit Ausnahme der verletzten Nick Warbende und Marc Hotes personell aus dem Vollen schöpfen. Nach der enttäuschenden wie überraschenden Pleite gegen den TuS Leo II merkte man seinem Team auch deutlich an, dass es Wiedergutmachung betreiben wollte. Die Gäste hatten die Partie gegen den Tabellendritten aus Lockhausen zu Beginn gleich gut im Griff und zudem deutliche Feldvorteile. Der letzte Pass wollte gegen die dicht gestaffelte Deckung der Lockhauser freilich nicht ankommen. "Wir wussten von Anfang an, dass wir da des Öfteren auf Granit beißen würden - immerhin hat Lockhausen die wenigsten Gegentreffer der Liga kassiert", wies Trainer Achim Wenzel auf die Defensivstärke der Hausherren hin. So versuchte es sein Team in erster Linie mit Schüssen aus der Distanz - und nachdem Clemens Grosser (05.) und Sören Brüntrup (11.) noch zu ungenau zielten, war es Nils Gleisner, der aus 20 Metern genau in den Winkel und zur Führung traf (15.).
Der TuS Lockhausen agierte selbst lange zu zaghaft im Vorwärtsgang und vermochte die Bexterhäger Defensive im ersten Durchgang eigentlich nur einmal ins Schwitzen zu bringen - Lockhausens Spielertrainer Marco Höcker scheiterte mit einem Freistoß an Torhüter Dennis Wehmeyer (35.). Ansonsten kontrollierten die Reds den ersten Durchgang, ohne jedoch selbst weitere zwingende Torchancen zu erspielen. Der 0:1-Pausenstand war demnach folgerichtig.

Die zweite Halbzeit begann aufgrund eines kurzen Gewitters mit etwas Verzögerung, sollte es dann allerdings in sich haben. Die Gastgeber kamen nun mit deutlich mehr Elan aus der Kabine und waren sichtlich gewillt, die schwache erste Halbzeit wiedergutzumachen. Dementsprechend sahen sich die Reds von Beginn an einigen wütenden Lockhauser Angriffen ausgesetzt und waren in der Defensive mehr gefordert, als ihnen lieb sein konnte. In der 65. Minute verhinderten nach einer Ecke lediglich die Latte und anschließend der auf der Linie klärende Dominik Dodt den Ausgleich.
So souverän die Wenzel-Elf im ersten Durchgang aufgetreten war, so wenig vermochte sie in dieser Phase für Entlastung zu sorgen. Auf der Gegenseite hatte Lockhausen abermals die große Chance zum 1:1, doch Kapitän Julian Droste konnte in höchster Not gegen Jonas Weege klären (77.).
Erst in der Schlussphase gelang es den Bexterhägern, wieder etwas Ruhe in die Partie zu bringen und den Ball in den eigenen Reihen zu halten. "Da hat Nille in einigen Situationen auch wichtige Freistöße rausgeholt", so Sören Brüntrup über Matchwinner Nils Gleisner. Brüntrup selbst hatte nach einem Solo sogar die Möglichkeit für das vorentscheidende 0:2, sein Abschluss geriet aber nicht druckvoll genug (85.). Gleiches galt für den Versuch von Fabian Butzkies kurz vor Spielende (89.). Letztendlich brachte der TuS den knappen Vorsprung jedoch mit Glück und Geschick über die Zeit und konnte sich so zumindest vorübergehend die Tabellenführung zurückholen.

 

Aufstellung:

Dennis Wehmeyer- Arne Middeldorf, Moritz Gromann, Julian Droste, Alexander Voss - Eric Wöhler (Dominik Dodt), Fabian Butzkies (Tim Kunze), Sören Brüntrup, Clemens Grosser (Henning Schildmann) - Nils Gleisner - Ibrahim Camara

Tore:

15. Minute 0:1 Nils Gleisner

 

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Bexterhagen erfüllt in Schötmar nur die Pflicht

Tolles Tor zum 0:2: Marc Hotes

Reds bleiben ungeschlagen an der Tabellenspitze

Letztlich konnte niemand bestreiten, dass der 4:1-Auswärtssieg beim TSV-Schötmar II ein verdienter Erfolg für den TuS Bexterhagen war. Dennoch waren die Spieler selbst mit der gezeigten Leistung, speziell in der zweiten Hälfte, alles andere als zufrieden.
Achim Wenzel musste kurzfristig auf die verletzten Eric Wöhler, Nick Warbende und Tim Kunze verzichten; zudem fehlte Wirbelwind Clemens Grosser arbeitsbedingt. Dennoch stand auch am Dienstagabend in Schötmar eine mehr als konkurrenzfähige Mannschaft auf dem Feld, die sich gegen einen zwar individuell schwächer besetzten, aber dennoch giftigen Gegner zuweilen schwer tat.

Zwar bestimmten die Reds das Spiel, suchten jedoch zu häufig den Weg durch die Mitte. Zudem offenbarte das Team um Kapitän Julian Droste ungewohnte Unkonzentriertheiten im technischen Bereich. Daher bedurfte es erst eines gekonnten Flugballs von Sören Brüntrup hinter die Schötmarer Abwehrkette, den Fabian Butzkies stark verarbeitete und am Torhüter vorbei zum 0:1 einschob (16.).
Danach ließen die Gäste mehrere gute Gelegenheiten liegen, um die Führung zügig auszubauen - Ibrahim Camara scheiterte gleich zweimal am Keeper (20., 27.), Fabian Butzkies übersah die besser postierten Camara und Brüntrup (30.). Besser machte es schließlich Marc Hotes, der einen Fehlpass der Schötmaraner geistesgegenwärtig abfing und dann humorlos zum 0:2 einnetzte (35.). Nur wenige Minuten später hätte Hotes sogar um ein Haar den Doppelpack geschnürt, traf aber nur Aluminium (42.), sodass es mit der 2:0-Führung aus Bexterhäger Sicht in die Pause ging.

Den Start in die zweite Hälfte schien der Tabellenführer ein wenig verschlafen zu haben, denn gleich zu Beginn kamen der Außenseiter aus Schötmar zu seiner bis dahin echten richtigen Torchance. Und auch in der Folge agierten die Reds gerade in Ballbesitz ungewohnt fahrig. "Dem einen oder anderen hat man die vielen Spiele in den letzten Wochen schon angemerkt", wollte Coach Achim Wenzel jedoch nicht allzu hart mit seinem Team ins Gericht gehen. Er mahnte allerdings auch an: "Gegen einen stärkeren Gegner hätten wir mit so einer Leistung noch einmal Probleme bekommen."
Dennoch hätte Bexterhägen das Spiel schon in der 65. Minute entscheiden können, als der Unparteiische nach einem Foul an Ibrahim Camara zu Recht auf Strafstoß entschied - doch Sören Brüntrup ließ das 0:3 vom Punkt liegen. "Der war einfach nicht gut geschossen, da gibt's nichts drum herum zu reden", äußerte sich der Schütze selbstkritisch. "Es passte vielleicht auch ein bisschen zum Spiel heute. Aber das kommt vor. Ich habe davor jedes Mal verwandelt und werde mir auch beim nächsten Mal den Ball schnappen." Dass der Fehlschuss nicht weiter ins Gewicht fiel, lag sowohl an Ibrahim Camara als auch Brüntrup selbst. Zunächst war es Bexterhagens Nummer 9, die nach feiner Vorarbeit von Marc Hotes zum 0:3 einschob (75.), ehe Sören Brüntrup aus 20 Metern für das 0:4 sorgte (82.). Der Ehrentreffer des TSV Schötmar war so nicht mehr als Ergebniskosmetik (89.).

 

Aufstellung:

Dennis Wehmeyer- Paul Hersekorn, Moritz Gromann, Julian Droste (Wital Töws), Arne Middeldorf - Fabian Butzkies, Dominik Dodt, Sören Brüntrup, Marc Hotes (Maximilian Schmidt) - Nils Gleisner, Ibrahim Camara

Tore:

16. Minute 0:1 Fabian Butzkies
35. Minute 0:2 Marc Hotes
75. Minute 0:3 Ibrahim Camara
82. Minute 0:4 Sören Brüntrup
89. Minute 1:4 Cenk Eroglu

 

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Wenzels Rasselbande triumphiert in Wüsten

Dreierpack in Wüsten: Ibrahim Camara

Wüsten hält nur 15 Minuten lang mit

Mit einem souveränen 4:1-Auswärtssieg beim SV Wüsten hat der TuS Bexterhagen einen ersten Big Point in der noch jungen Saison eingefahren. Der A-Liga-Absteiger durfte lediglich in der ersten Halbzeit kurz an einem Punktgewinn schnuppern, ehe die Reds das Tempo anzogen und sich endgültig die alleinige Tabellenführung sicherten.
Achim Wenzel musste mit Marc Hotes und Sören Brüntrup gleich zwei Spieler ersetzen, die in den ersten drei Partien stets begonnen hatten - doch angesichts der Alternativen Dominik Dodt und Tim Kunze dürfte dies nur wenig Kopfzerbrechen bereitet haben. Bemerkenswert: Das Durchschnittsalter der Startelf in Wüsten betrug damit rund 21 Jahre!
Die Anfangsphase in Wüsten war geprägt von einem vorsichtigen Abtasten. Beiden Teams war anzumerken, dass sie die Stärke des Kontrahenten noch nicht so recht einschätzen konnten. Nach einer Viertelstunde hatte der "Schnupperkurs" dann ein Ende, denn aus dem Nichts gingen die Gastgeber, übrigens trainiert von Achim Wenzels Vorgänger Sebastian Milde, mit 1:0 in Front: Benjamin Gebhardt wurde am 16er freigespielt, hatte für einen Moment zu viel Platz und vollendete flach uns lange Eck (14.).

Was dem SV Wüsten in diesem Moment vermutlich nicht klar war: Es sollte der Startschuss für ein Bexterhäger Offensiv-Feuerwerk sein, denn Achim Wenzel ließ seine "Rasselbande" nun von der Leine. Die Gäste pressten nun rigoros und zum Teil tief in des Gegners Hälfte. "Damit kam Wüsten überhaupt nicht zurecht", beobachtete Co-Trainer Uwe Wehmeyer rasch. Und so benötigte der TuS nicht einmal 15 Minuten, um aus einem 0:1-Rückstand eine 3:1-Pausenführung zu machen: Zunächst glich Goalgetter "Ibra" Camara aus (26.), ehe er per Doppelpass beim Führungstreffer von Eric Wöhler assistierte (31.). Und noch vor der Pause war erneut Camara zur Stelle, dieses Mal nach einem feinen Pass von Dominik Dodt (39.).

Natürlich versuchten die Hausherren im zweiten Durchgang, Druck auf die Bexterhäger Defensive auszuüben und zum schnellen Anschlusstreffer zu gelangen, doch es waren die Reds, die nur zehn Minuten nach Wiederbeginn trafen - Ibrahim Camara schnürte den Dreierpack und sorgte mit dem 4:1 aus Bexterhäger Sicht schon für eine kleine Vorentscheidung (55.). In der Folge kontrollierte der Tabellenführer Spiel und Gegner weitestgehend und ließ bis auf einige wenige Abschlussmöglichkeiten in der Schlussphase nichts mehr zu.
"Als wir nach der Anfangsphase einen Gang hochgeschaltet haben und die Taktik etwas verändert haben, haben wir relativ schnell gemerkt, dass es funktioniert. Das gibt dann natürlich Selbstvertrauen", urteilte Innenverteidiger Moritz Gromann nach der Partie. "Auf der Leistung von heute können wir aufbauen - weniger dürfen wir uns aber auch gegen keinen Gegner erlauben, dafür ist die Liga zu ausgeglichen."

 

Aufstellung:

Dennis Wehmeyer- Paul Hersekorn, Moritz Gromann, Tim Kunze, Julian Droste - Fabian Butzkies (Arne Middeldorf), Dominik Dodt, Nick Warbende, Clemens Grosser (Henning Schildmann) - Eric Wöhler, Ibrahim Camara (Christopher Wright)

Tore:

14. Minute 1:0 Benjamin Gebhardt
29. Minute 1:1 Ibrahim Camara
31. Minute 1:2 Eric Wöhler
39. Minute 1:3 Ibrahim Camara
55. Minute 1:4 Ibrahim Camara

 

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Reds zu stark für den Aufsteiger

Schon wieder in Torlaune: Doppelpacker Eric Wöhler

Wöhler und Camara treffen beim 5:1 doppelt

Der TuS Bexterhagen hat sein Heimspiel am Donnerstagabend gegen Yunus Lemgo souverän mit 5:1 gewonnen und damit vorübergehend die Tabellenführung erobert. Der Aufsteiger aus Lemgo präsentierte sich gut, hatte dank einer konzentrierten Leistung der Reds jedoch keine Chance auf einen Punktgewinn.
Achim Wenzel hatte deutliche Worte für die indiskutable Leistung seiner Mannschaft am vergangenen Sonntag gefunden. Dementsprechend konzentriert und lauffreudig zeigten sich die Hausherren von der ersten Minute an, trafen dabei allerdings auch auf einen Gegner, der mit allen Mitteln versuchte, dagegen zu halten. So waren hochkarätige Torchancen zunächst Mangelware, ehe Eric Wöhler sich im Strafraum erstklassig durchsetzte und eiskalt zur Bexterhäger Führung traf (14.).
Die Hausherren hatten zwar etwas mehr vom Spiel, mussten jedoch jederzeit wachsam sein, da Yunus seinerseits bei eigenem Ballgewinn versuchte, schnell umzuschalten. Allerdings war spätestens am Bexterhäger Strafraum Endstation für die in Grün gekleideten Gäste.
Die Reds versäumten es lange Zeit, aus ihren spielerischen Möglichkeiten Kapital zu schlagen, ehe kurz vor der Pause doch schon so etwas wie eine kleine Vorentscheidung fiel: Zunächst verlud Ibrahim Camara zwei Gegenspieler und vollstreckte dann ins lange Eck (35.), ehe Eric Wöhler nach Flanke von Paul Hersekorn zum 3:0 einköpfte (42.). Mit diesem komfortablen Vorsprung ging es schließlich in die Kabine.

Achim Wenzel wechselte zu Beginn der zweiten Hälfte doppelt und brachte mit Arne Middeldorf und Tim Kunze zwei frische Leute. Yunus Lemgo versuchte erwartungsgemäß, früh Druck zu erzeugen und so zu einem schnellen Anschlusstreffer zu kommen, doch anders als noch vor Wochenfrist zeigten sich die Reds dieses Mal auch im zweiten Durchgang hellwach und konnten die Partie weitgehend kontrollieren. In der 65. Minute konnten die Anhängerschaft des TuS dann ein weiteres Mal jubeln: Fabian Butzkies war am rechten Flügel gefoult worden. Den fälligen Freistoß trat Sören Brüntrup scharf in den Strafraum, wo Moritz Gromann zum 4:0 einnickte.
Leider wurde die eigentlich überzeugende Defensivleistung der Hausherren kurz darauf ein wenig getrübt, als Yunus nach mehreren missglückten Klärungsversuchen den 4:1-Ehrentreffer erzielte (71.). "Ärgerlich, weil total unnötig. Wir haben vorher dreimal die Gelegenheit, den Ball zu klären", kommentierte Keeper Dennis Wehmeyer die Entstehung des Treffers. Dennoch blieb es aus Lemgoer Sicht Ergebniskosmetik, da der TuS in Person von Ibrahim Camara noch einmal nachlegte und den 5:1-Endstand herstellte (77.).
"Mit der Leistung heute bin ich zufrieden. Wir können sicherlich noch dominanter spielen, aber Yunus hat heute gezeigt, dass sie zu den besseren Gegnern in dieser Liga gehören", urteilte Coach Wenzel nach der Partie.

 

Aufstellung:

Dennis Wehmeyer- Paul Hersekorn, Moritz Gromann, Julian Droste - Marc Hotes (Tim Kunze), Fabian Butzkies, Sören Brüntrup, Nick Warbende (Arne Middeldorf), Clemens Grosser (Henning Schildmann) - Eric Wöhler, Ibrahim Camara

Tore:

14. Minute 1:0 Eric Wöhler
35. Minute 2:0 Ibrahim Camara
42. Minute 3:0 Eric Wöhler
65. Minute 4:0 Moritz Gromann
71. Minute 4:1 Ahmet Tümenci
77. Minute 5:1 Ibrahim Camara

 

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Bexterhagen siegt trotz Sand im Getriebe

Schönes Solo zum 0:2: Marc Hotes

Reds schlagen Lemgo/West mit 6:3

Der TuS Bexterhagen hat sich auch im zweiten Saisonspiel schadlos gehalten und gewann die Auswärtspartie beim SC Lemgo/West mit 6:3. Obwohl der Sieg niemals wirklich in Gefahr war, trübte eine schwache zweite Hälfte die Freude über den eigentlich makellosen Saisonstart.
Die Mannschaft vom Achim Wenzel war aufgrund des Vorjahresresultats gewarnt, als erst ein Last-Minute-Treffer von Paul Hersekorn die drei Punkte auf der Lemgoer Westalm sicherte. Umso größer dürfte die Freude beim Bexterhäger Coach gewesen sein, dass sein Team einen verheißungsvollen Start hinlegte. Es waren kaum zwei Minuten gespielt, da lag der Ball zum ersten Mal im Tor - Ibrahim Camara hatte aus kurzer Distanz getroffen (02.). Und nur wenig später krönte Marc Hotes einen starken Solo-Lauf mit einem überlegten Flachschuss ins lange Eck - 0:2 (09.).
Mit der frühen Führung im Rücken agierte der TuS bei eigenem Ballbesitz zumeist gefällig, wenn auch manchmal zu kompliziert. Dennoch boten sich weiterhin erstklassige Abschlusschancen, doch Marc Hotes scheiterte mit seinem Volleyschuss (14.) ebenso wie wenig später Ibrahim Camara am Außennetz (17.). Zudem wurde Camara ein zweiter Treffer wegen vermeintlicher Abseitsstellung aberkannt - wohl eine Fehlentscheidung (20.). Kurz darauf war Camara erneut Hauptdarsteller, als er im Strafraum von SC Keeper Kai-Uwe Deppe zu Fall gebracht wurde - der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß. Diesen verwandelte Sören Brüntrup zum 0:3, profitierte dabei allerdings auch etwas von einer Unebenheit im Rasen (24.). "Der Ball lag genau in einer Kuhle und ist dadurch in hohem Bogen über den Keeper gesegelt. Klar war da Glück dabei, aber unter anderem Umständen hätte ich ihn auch besser getroffen", schilderte Brüntrup die Situation.
Die souveräne Führung der Gäste täuschte allerdings ein wenig darüber hinweg, dass die Hausherren durchaus selbst den Weg nach vorne suchten und es ein ums andere Mal schafften, in den Bexterhäger Strafraum einzudringen. "Man muss ganz ehrlich sagen, dass wir heute im Kollektiv nicht gut nach hinten gearbeitet haben. Gegen andere Gegner wäre das bestraft worden", äußerte Kapitän Julian Droste nach dem Spiel berechtigte Kritik am Defensivverhalten seiner Mannschaft. Doch während den Lemgoern in dieser ersten Hälfte sowohl Glück als auch Qualität im Abschluss abgingen, erhöhte der TuS noch vor der Halbzeit durch Nils Gleisner (29.) und Fabian Butzkies (43.) auf 5:0 aus Bexterhäger Sicht, ehe es in die Pause ging.

Auch die zweite Hälfte begann mit einem frühen Tor - allerdings auf der falschen Seite! Dieses Mal war es nämlich der SC Lemgo/West, der glänzend aus den Startlöchern kam und in Person von Sebastian Bester den Anschlusstreffer erzielte (47.). Der TuS hingegen war überhaupt nicht wiederzuerkennen und spielte geradezu pomadig. Das 2:5 durch Bester in der 55. Minute war die logische Folge. Zwar stellte Fabian Butzkies kurz darauf mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wieder her (63.), und Sören Brüntrup scheiterte per Freistoß am Lattenkreuz (70.), doch konnte all dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Vorjahresdritte in den zweiten 45 Minuten lediglich fußballerische Magerkost anbot. Dass man in der Schlussphase auch noch das 3:6 per Foulelfmeter kassierte (81.), passte da ins Bild.
"Wenn man sieht, wie viele Fans uns auch heute wieder begleitet haben, müssen wir uns für die zweite Hälfte schon fast entschuldigen", nahm Abwehrrecke Moritz Gromann nach der Partie auch kein Blatt vor den Mund. "Aber vielleicht war so ein kleiner Schuss vor den Bug zu Beginn der Saison gar nicht verkehrt, um daran erinnert zu werden, dass wir uns jeden Sieg hart erarbeiten müssen."

 

Aufstellung:

Dennis Wehmeyer- Paul Hersekorn, Moritz Gromann, Julian Droste, Dominik Precht - Fabian Butzkies, Dominik Dodt, Sören Brüntrup, Marc Hotes (Thorben Meier) - Nils Gleisner (André Gronemeier) - Ibrahim Camara (Maximilian Schmidt)

Tore:

02. Minute 0:1 Ibrahim Camara
09. Minute 0:2 Marc Hotes
24. Minute 0:3 Sören Brüntrup (FE)
29. Minute 0:4 Nils Gleisner
43. Minute 0:5 Fabian Butzkies
47. Minute 1:5 Sebastian Bester
55. Minute 2:5 Sebastian Bester
63. Minute 2:6 Fabian Butzkies
81. Minute 3:6 Sebastian Bester (FE)

 

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Bexterhäger Chancenwucher wird nicht bestraft

Tor-Premiere für den TuS: Neuzugang Fabian Butzkies

Verletzung von Voss überschattet Auftaktsieg

Der TuS Bexterhagen ist mit einem 2:0-Heimsieg gegen den TuS Lipperreihe II in die Saison 2017/18 gestartet. Dabei ließ der Vorjahresdritte streckenweise erahnen, welches Potential im Kader steckt - offenbarte allerdings auch gehörigen Nachholbedarf in puncto Chancenverwertung. Großer Wehrmutstropfen in Hälfte Eins: Alexander Voss verletzte sich womöglich schwerer.
Die Wenzel-Elf war von Anfang an bemüht, ihrem Favoritenstatus in dieser Partie gerecht zu werden. Dabei setzte Wenzel mit den jungen Nick Warbende, Fabian Butzkies und Marc Hotes gleich auf drei Neuzugänge in der Startformation. Besonders Hotes machte gleich in den ersten Minuten auf sich aufmerksam und ließ bei einem Sprint auf dem linken Flügel zwei Gegenspieler wie Fahnenstangen stehen, doch seine scharfe Hereingabe fand keinen Abnehmer (05.).
Wenig später bot sich den Gastgebern die erste Chance zur Führung: Wieder lief ein Angriff über die linke Seite, von wo der Ball über Hotes und Ibrahim Camara schließlich beim völlig freien Fabian Butzkies landete - doch dessen Schuss strich haarscharf am langen Pfosten vorbei. (11.). Kurze Zeit später tankte sich Marc Hotes selbst in den Strafraum, zielte aus bester Position jedoch über das Tor (17.). Und als sogar Goalgetter Ibrahim Camara freistehend aus zentraler Position den Torwart anschoss, da wollte die rote Ahängerschaft schon nicht mehr wahrhaben (20.).
Der fahrlässige Umgang mit den eigenen Chancen hätte sich Mitte der ersten Halbzeit beinahe gerächt: Die Gäste aus Lipperreihe drangen mit einem ihrer seltenen Konter in den Strafraum ein, wo Gäste-Stürmer Henning Brinker eigentlich völlig frei am Elfmeterpunkt stand - doch dem Routinier sprang der Ball entscheidend vom Fuß, sodass Oliver Kampmann klären konnte (23.). Und als Brinker abermals frei vor Torhüter Dennis Rempel auftauchte, weil die Bexterhäger Abseitsfalle nicht griff, konnten sich die Reds bei ihrem Schlussmann bedanken, der das 1-gegen-1-Duell für sich entschied (31.).
Doch auch Bexterhagen machte beim Festival der vergebenen Hochkaräter munter mit und ließ abermals in Person von Fabian Butzkies die vermeintliche Führung liegen (35.). Ausgerechnet Butzkies war es schießlich, der kurz vor der Pause doch noch den Bann brach: Nach einem starken Solo von Marc Hotes und einem Pfostenschuss von Ibrahim Camara landete der verunglückte Nachschuss von Hotes bei Butzkies, der den Ball per Direktabnahme ins Netz beförderte - 1:0 (42.)! "Man muss fairerweise sagen, dass Hotes bei seinem Nachschuss zumindest leicht abseitsverdächtig stand", räumte Co-Trainer Uwe Wehmeyer später ein. "Wenn man sich die Anzahl an vergebenen Chancen ansieht, muss es hier zur Halbzeit eher 4:1 oder 4:2 stehen." Unmittelbar vor dem Pausenpfiff hatten die Bexterhäger dann jedoch noch einen Rückschlag zu verkraften: Alexander Voss fiel bei einem Zweikampf unglücklich auf die rechte Schulter und musste verletzt ausgewechselt werden, anschließender Krankentransport inklusive. "Alex hatte große Schmerzen", so Wehmeyer, "aber wir hoffen natürlich trotzdem, dass es nichts Schlimmeres ist."

Nach dem Seitenwechsel agierten die Reds fortan im 3-5-2-System, zudem brachte Achim Wenzel mit Paul Hersekorn und Nils Gleisner zwei frische Kräfte. Nach nur wenigen Minuten dürfte dem Bexterhäger Coach jedoch beinahe das Herz stehen geblieben sein: Einen zu lang geratenen Pass hatte Keeper Dennis Rempel eigentlich schon sicher, ließ ihn dann jedoch unter dem Körper durchrutschen. Kurioserweise schaffte es Lipperreihes Patrick Muschalik, den freien Ball trotz verwaisten Tores an den Außenpfosten zu schießen - Glück für die Hausherren!
In der Folge bekam das Team um Kapitän Julian Droste die Partie jedoch rasch wieder in den Griff und drängte gegen immer müder werdende Gäste vehement auf die Vorentscheidung. Und diese fiel in der 64. Minute: Moritz Gromann eroberte in der eigenen Hälfte den Ball und schickte Fabian Butzkies auf die Reise. Dieser hatte auf rechts viel Platz und fand mit seiner Flanke wieder den aufgerückten Gromann, dessen Kopfballverängerung Ibrahim Camara nur noch zum 2:0 über die Linie drücken musste (64.)!
In der Folge hätten die Reds gut und gerne noch zwei bis drei weitere Tore schießen können, wenn nicht gar müssen - doch Ibrahim Camara (74.), Nils Gleisner (78.) und Nick Warbende (85., 89.) ließen reihenweise beste Gelegenheiten liegen. So blieb es am Ende beim glanzlosen, aber nichtsdestoweniger souveränen 2:0.
"Uns war klar, dass Lipperreihe zum Auftakt eine knifflige Aufgabe wird. Insofern überwiegt am Ende die Freude über den gelungenen Start", resümierte Kapitän Julian Droste nach dem Schlusspfiff und fügte dann mit einem Schmunzeln an: "Man kann es auch positiv sehen: Die Chancenverwertung kann eigentlich nur besser werden."

Aufstellung:

Dennis Rempel - Oliver Kampmann (Paul Hersekorn), Moritz Gromann, Julian Droste, Alexander Voss (Nils Gleisner) - Fabian Butzkies, Dominik Dodt, Sören Brüntrup, Marc Hotes (Thorben Meier) - Nick Warbende - Ibrahim Camara

Tore:

42. Minute 1:0 Fabian Butzkies
64. Minute 2:0 Ibrahim Camara

 

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4:0 als gelungener Abschluss einer bemerkenswerten Saison

Traf einmal mehr doppelt: Eric Wöhler

Camara und Wöhler treffen gegen SCB II doppelt

Mit einem standesgemäßen 4:0-Sieg gegen den SC Bad Salzuflen II hat der TuS Bexterhagen eine beeindruckende Saison gekrönt. Dabei bildete das vereinseigene Sportfest mit rund 200 Zuschauern einen mehr als würdigen Rahmen für den Saisonausklang.
Trotz großer Hitze drückten die Reds zu Spielbeginn mächtig aufs Gaspedal. Die Gäste aus Bad Salzuflen schienen noch gar nicht richtig auf dem Platz, als es bereits zum ersten Mal klingelte: Arne Middeldorf war auf rechts durch und hob den Ball auf Nils Gleisner, der direkt auf Ibrahim Camara weiterleitete. Dieser nahm das Leder runter und vollstreckte dann gewohnt cool - 1:0 (03.)!
Auch nach der frühen Führung spielte nur der TuS, die Salzufler Reserve fiel vor allem durch z.T. grobe Foulspiele auf und brachte spielerisch kaum etwas zustande. Die Hausherren ließen zunächst ein paar gute Gelegenheiten in Person von Camara (13.) und Brüntrup (15.) liegen, erhöhten kurz darauf jedoch auf 2:0: Dieses Mal lief der Angriff über die linke Seite, wo Clemens Grosser Dominik Dodt in die Gasse schickte. Der legte von der Grundlinie zurück auf "Ibo" Camara, und dieser schnürte ohne Mühe den Doppelpack (18.).

Negative Höhepunkte der ersten Halbzeit waren zwei böse Fouls gegen Clemens Grosser sowie Dominik Dodt inklusive eines Platzverweises auf Seiten der Gäste. Dodt zog sich dabei eine Handgelenksverletzung zu, konnte nach kurzer Behandlungspause jedoch weitermachen. "Im ersten Moment war der Schreck schon groß, aber es ist zum Glück nur eine Stauchung - und ein paar Tage Sportpause tun jetzt ja auch nicht mehr so weh", zeigte sich Dodt selbst nach Abpfiff sichtlich erleichtert.

Die zweite Hälfte begann beinahe identisch zur ersten: Mit dem ersten Angriff nach Wiederbeginn trafen die Reds erneut und sorgten damit im Prinzip schon für die Vorentscheidung. Arne Middeldorf hob den Ball gefühlvoll in den Strafraum auf den durchgestarteten Sören Brüntrup. Dessen Heber über den Torwart wäre wohl auch so reingegangen, doch Eric Wöhler ging auf Nummer sicher und drückte den Ball aus wenigen Metern zum 3:0 über die Linie (46.). "Ecki hatte sich scheinbar noch vorgenommen, mich im internen Ranking einzuholen", scherzte Brüntrup.
Im weiteren Spielverlauf verflachte die Partie ein wenig. Der SC hielt nun in Unterzahl ein wenig besser dagegen, doch spielte Bexterhagen seine Angriffe auch nicht mit letzter Konsequenz zuende. "Da haben die Temperaturen dann sicher auch eine Rolle gespielt", mutmaßte Co-Trainer Uwe Wehmeyer.
Der Schlusspunkt in dieser einseitigen Partie war dann abermals Eric Wöhler vorbehalten, der im Strafraum einen Gegenspieler aussteigen ließ und anschließend überlegt ins kurze Eck einschoss - 4:0 (89.).

Damit fand eine erfolgreiche Spielzeit ihren wohlverdienten Abschluss. Mit nur einer Niederlage aus 30 Partien beendet der TuS Bexterhagen die Saison als Tabellendritter. Die Saison 2017/18 beginnt am 13.08. mit dem Pokalspiel gegen den SV Rojhilat.

Aufstellung:

Dennis Wehmeyer - Oliver Kampmann, Moritz Gromann, Julian Droste, Alexander Voss - Arne Middeldorf, Dominik Dodt, Sören Brüntrup, Clemens Grosser - Nils Gleisner, Ibrahim Camara

Tore:

03. Minute 1:0 Ibrahim Camara
18. Minute 2:0 Ibrahim Camara
46. Minute 3:0 Eric Wöhler
89. Minute 4:0 Eric Wöhler

 

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Die Reds gewinnen den lauen Sommerkick

Leitete mit seinem Ausgleich die Wende ein: Tobias Ullmann

Bexterhagen dreht frühen Rückstand in Schötmar

Deutlich schwerer als erwartet tat sich der TuS Bexterhagen am Pfingstmontag beim letzten Auswärtsspiel der Saison beim TSV Schötmar II. Bei schwül-warmen Temperaturen geriet die Wenzel-Elf sogar in Rückstand, drehte die Partie aber in der Schlussphase und verließ den Platz am Ende doch als verdienter Sieger.
Bis auf eine Position konnte Trainer Achim Wenzel aus dem Vollen schöpfen, doch die hatte es in sich: Den Reds fehlte ein Torhüter! Ivo Rolle verletzt, Dennis Wehmeyer nicht da - so wurde dem gelernten Mittelstürmer Nils Gleisner die Ehre zuteil, zum zweiten Mal in dieser Saison die Handschuhe überzustreifen.

Der TuS war zu Beginn der Partie sofort um Spielkontrolle bemüht und lief die Hausherren immer wieder früh in deren Hälfte an. Doch aus den zum Teil frühen Ballgewinnen wusste das Team um Kapitän Julian Droste kein Kapital zu schlagen - ein erster Schuss von Eric Wöhler war zu harmlos (06. Minute). Wenig später allerdings der erste Aufreger: Ibrahim Camara wurde in den Strafraum geschickt und umkurvte den gegnerischen Torhüter, doch sein anschließender Schuss aus spitzem Winkel wurde auf Höhe des Fünfmeterraums von einem Feldspieler mit der Hand geklärt. Ganz Bexterhagen war sich einig: Elfmeter! Doch unerklärlicherweise entschied der Unparteiische nur auf Eckstoß. "Der Schiedsrichter hat das Spiel grundsätzlich unaufgeregt geleitet, aber in ein paar Situationen lag er leider auf unsere Kosten daneben", zeigte sich Achim Wenzel nicht immer zufrieden mit der Spielleitung.
Wenig später kam es noch schlimmer für den TuS: Bei einem Schötmaraner Ball in die Tiefe behinderten sich Torhüter Nils Gleisner und Alex Voss gegenseitig, der anschließende Klärungsversuch Gleisners landete genau vor den Füßen von Schötmars Kerem Er - und dieser traf mit Glück und Geschick aus satten 40 Metern ins verwaiste Bexterhäger Tor zum 1:0 für die Gastgeber (14.). "Gar kein Vorwurf an die beiden in der Situation", stellte Mittelfeldspieler Sören Brüntrup klar. "Wir hätten einfach den Pass schon im Vorfeld unterbinden müssen."
In der Folge hatten die Reds zwar mehr vom Spiel, doch der Ausgleich wollte partout nicht fallen. Sören Brüntrup (27.) zielte knapp neben den Pfosten, Eric Wöhler (32.) zeigte sich ein wenig zu eigensinnig. Zudem blieb den Gästen ein weiteres Mal ein Strafstoß verwehrt, als Alexander Voss auf der Strafraumkante zu Fall gebracht wurde (40.). So ging es mit einem knappen Rückstand in die Pause.

Wenig überraschend zeigte sich der TuS im zweiten Durchgang bemüht, den Rückstand aus der ersten Hälfte schnellstmöglich zu egalisieren. Achim Wenzel brachte dazu mit Rafal Szymanski und Tobias Ullmann zwei frische Offensivkräfte. Die Chancen hatten jedoch zunächst andere: Nach einem Freistoß von Sören Brüntrup köpfte Julian Droste knapp am Tor vorbei (53.), wenig später verfehlte Moritz Gromann erneut nach einem Freistoß das Tor nur knapp (59.). Und als Gromann erneut haarscharf am Ball vorbeischlitterte und so einen Treffer verpasste (67.), konnte man langsam das Gefühl bekommen, dass der Fußballgott an diesem Nachmittag wohl kein rotes Trikot trug.

Doch gerade in einer Phase, als die Hausherren aus Schötmar noch einmal ein paar gefährliche Konter gefahren hatten, brachen die Reds doch noch den Bann: Nach einer technisch anspruchsvollen Außenrist-Flanke von Dominik Dodt war es Tobias Ullmann, der den umjubelten Ausgleich erzielte (74.). Und nur wenige Zeigerumdrehungen später war das Spiel auch schon gedreht: Dodt schickte Clemens Grosser auf dem rechten Flügel, und dessen Hereingabe stocherte Goalgetter Ibrahim Camara irgendwie über die Linie - 1:2 (78.).
Schötmar versuchte nun noch einmal, ins Spiel zurückzukommen, doch man merkte dem Tabellen-14. die schwindenden Kräfte langsam an. So war es erneut Ibrahim Camara, der mit einem schönen Solo dem Endstand zum 1:3 besorgte (87.) - kurz, nachdem ihm bereits der dritte Bexterhäger Elfmeter an diesem Nachmittag verwehrt wurde.
"Wir hatten uns das heute sicherlich anders vorgestellt, aber irgendwie kamen wir lange Zeit nicht so richtig in Tritt", analysierte Kapitän Julian Droste nach der Partie. "Andererseits muss man auch sagen: Wenn wir ein paar Chancen aus der ersten Halbzeit genutzt hätten oder uns wenigstens einer der berechtigten Elfmeter zugestanden worden wäre, hätte das vermutlich für einen ganz anderen Spielverlauf gesorgt."

Zum Abschluss der Saison wartet auf die Reds übrigens nochmal ein echtes Higlight: Ein Heimspiel auf dem vereinseigenen Sportfest! Gegner: Der SC Bad Salzuflen II.

Aufstellung:

Nils Gleisner - Arne Middeldorf, Moritz Gromann, Julian Droste, Alexander Voss - Paul Hersekorn, Dominik Dodt, Sören Brüntrup, Clemens Grosser - Eric Wöhler, Ibrahim Camara

Tore:

14. Minute 1:0 Kerem Er
74. Minute 1:1 Tobias Ullmann
78. Minute 1:2 Ibrahim Camara
87. Minute 1:3 Ibrahim Camara

 

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Bexterhagen trotzt der Hitze und fertigt Asemissen II ab

5 Tore in Asemissen: Reds-Torjäger "Ibo" Camara

Camara überragt beim 7:0 mit 5 Treffern

Mit einem 7:0-Kantersieg wusste der TuS Bexterhagen beim Auswärtsspiel in Asemissen zu überzeugen und bleibt damit weiterhin am Spitzenduo dran. Dabei stellte das Team von Achim Wenzel die Weichen früh auf Sieg und hätte am Ende noch höher gewinnen können.
Trainer Achim Wenzel konnte im Vergleich zur Vorwoche wieder auf Mittelfeldspieler Sören Brüntrup zurückgreifen, dafür fehlte Alexander Voss mit muskulären Problemen. Echte Probleme sollten auch die Hausherren des TuS Asemissen II von Beginn an bekommen: Kaum 120 Sekunden waren gespielt, als die Reds tief in des Gegners Hälfte den Ball eroberten und Clemens Grosser in aller Ruhe die frühe Führung erzielte - 0:1 (02.). Die Asemisser schienen zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht auf dem Platz.
Kurz darauf bot sich den Gastgebern allerdings eine ihrer wenigen Torchancen, die Bexterhagen-Schlussmann Dennis Wehmeyer mit einem Klassereflex vereitelte (06.). Kurz darauf machte es Ibrahim Camara nach einem Traumpass von Dominik Dodt deutlich besser und erzielte das 0:2 (08.) - zu diesem Zeitpunkt waren noch keine zehn Minuten gespielt. "In der Anfangsphase hat man gemerkt, dass die Temperaturen noch ganz angenehm waren", scherzte Co-Trainer Uwe Wehmeyer. Anschließend dominierte der Tabellendritte zwar, ließ jedoch ein paar Chancen ungenutzt und wurde zudem ein ums andere Mal von der Asemisser Abseitsfalle ausgebremst. "Da haben wir uns phasenweise nicht besonders clever angestellt", konstatierte Sören Brüntrup.
In der Schlussphase der ersten Hälfte nahm die Partie dann aber nochmal etwas Fahrt auf: Zunächst traf erneut Ibrahim Camara nach Vorarbeit von Clemens Grosser zum 0:3 (28.), ehe Sören Brüntrup vom Punkt nachlegte und den Halbzeitstand besorgte - 0:4 (40.). Grosser war zuvor im Strafraum von den Beinen geholt worden.

Der zweite Durchgang begann schleppend; beiden Teams waren die schwül-heißen Temperaturen auf dem aufgeheizten Kunstrasenplatz inzwischen deutlich anzumerken. Nach etwa einer Stunde zogen die Reds das Tempo dann aber wieder an und kamen durch Eric Wöhler zur nächsten Großchance (65.).
Dann folgten die Camara-Festspiele: Binnen vier Minuten erzielte Bexterhagens Top-Torjäger zwei weitere Treffer (70., 74.), um kurz vor Schluss sogar noch Tor Nummer Fünf folgen zu lassen (81.). Über letzteres freute sich Trainer Achim Wenzel übrigens besonders, "weil es nach einer einstudierten Ecken-Variante fiel." Bexterhagen hätte das Ergebnis gegen indisponierte Asemisser - immerhin Tabellenzehnter - sogar noch weiter in die Höhe schrauben können, doch unter anderem Clemens Grosser (84.). und Dominik Dodt (88.) verfehlten das Tor jeweils um Zentimeter. So blieb es am Ende beim souveränen 7:0-Erfolg und zugleich dritten Zu-Null-Sieg in Folge.

Aufstellung:

Dennis Wehmeyer - Arne Middeldorf, Moritz Gromann, Jullian Droste Oliver Kampmann – Rafal Szymanski (Dominik Precht), Dominik Dodt, Sören Brüntrup, Clemens Grosser - Eric Wöhler, Ibrahim Camara (André Gronemeier)

Tore:

02. Minute 0:1 Clemens Grosser
08. Minute 0:2 Ibrahim Camara
28. Minute 0:3 Ibrahim Camara
40. Minute 0:4 Sören Brüntrup (FE)
70. Minute 0:5 Ibrahim Camara
74. Minute 0:6 Ibrahim Camara
81. Minute 0:7 Ibrahim Camara

 

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Schlechte Chancenverwertung lässt Bexterhagen am Ende kurz zittern

War der entscheidende Mann in Helpup: Eric Wöhler

Wöhlers Doppelpack entscheidet die Partie

Der TuS Bexterhagen hat sein Auswärtsspiel beim TuS Helpup II verdient mit 2:0 für sich entschieden. Dabei gingen die Roten jedoch mehr als fahrlässig mit ihren zahlreichen Chancen um und hatten sich am Ende auch bei Keeper Dennis Wehmeyer zu bedanken, dass die Partie nicht noch einmal unnötig spannend wurde.
Achim Wenzel musste in Helpup auf Sören Brüntrup verzichten. Dafür stand ein anderer nach langer Leidenszeit erstmals wieder im Kader und wurde bereits vor der Partie in der Kabine gefeiert: Paul Hersekorn!
Die Gäste waren von der ersten Minute an feldüberlegen und wollten früh für klare Verhältnisse sorgen. Das schien zunächst gut zu gelingen: Nach einer gelungenen Kombination behielt Eric Wöhler aus neun Metern die Nerven und erzielte die frühe Führung zum 1:0 (11.). Auch danach sahen die Zuschauer ein Spiel auf ein Tor. Das lag auch daran, dass Helpups Mittelstürmer Felix Knaup bei der Bexterhäger Viererkette in besten Händen war und die Helpuper Spielanlage mit hohen, weiten Bällen so gänzlich ohne Wirkung blieb.
Die Reds versäumten es jedoch erstaunlicherweise, bereits in der ersten Hälfte eine Vorentscheidung herbeizuführen, weil immer wieder beste Möglichkeiten liegen gelassen wurden. "Ohne dem Gegner zu nahe treten zu wollen - wir hätten heute 7:0 oder 8:0 gewinnen können, wenn nicht sogar müssen", ärgerte sich auch Abwehrrecke Moritz Gromann über den leichtfertigen Umgang mit den Chancen. So blieb es zur Pause trotz teils drückender Überlegenheit lediglich beim 1:0.

Nach der Pause wäre der Bexterhäger Chancenwucher beinahe bestraft worden, als Helpups Felix Knaup doch einmal durchbrach und den Ball über Torwart Dennis Wehmeyer hinweg an die Latte hob (48.). Ansonsten bot sich jedoch das gewohnte Bild: Bexterhagen spielte, Bexterhagen drückte, doch Bexterhagen machte die Tore nicht! Einzige Ausnahme an diesem Nachmittag: Eric Wöhler! An der Sechzehnerkante freigespielt nahm sich der Youngster ein Herz und traf erneut ins linke untere Eck zum 2:0 (57.). Zehn Minuten später hätte es eigentlich 3:0 stehen müssen, doch Ibrahim Camaras Tor wurde nach schöner Vorarbeit von Tobias Ullmann zu Unrecht die Anerkennung verweigert (67.).
Als sich alle Beteiligten schon auf eine ruhige Schlussphase eingestellt hatten, brannte es doch noch einmal im Strafraum der Reds: Felix Knaup kam nach leichtem Kontakt zu Fall, der Unparteiische zeigte auf den Punkt. Doch Dennis Wehmeyer war beim anschließenden Elfmeter in der richtigen Ecke und hielt den Dreier für sein Team fest (80.).
"Wir haben uns heute das Leben selbst ein wenig schwer gemacht. Wäre der Elfer reingegangen, wäre es hier unnötigerweise noch einmal knapp geworden", analysierte Co-Trainer Uwe Wehmeyer nach dem Schlusspfiff. "Aber am Ende zählen eben einzig und allein die drei Punkte."

Aufstellung:

Dennis Wehmeyer - Oliver Kampmann (Paul Hersekorn), Moritz Gromann, Jullian Droste Alexander Voss – Eric Wöhler, Arne Middeldorf, Dominik Dodt (Dominik Precht), Clemens Grosser - Rafal Szymanski (Tobias Ullmann), Ibrahim Camara

Tore:

11. Minute 1:0 Eric Wöhler
57. Minute 2:0 Eric Wöhler

 

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Bexterhagen siegt im Schongang gegen Wüsten II

Einer von zwei Doppeltorschützen: Sören Brüntrup

Szymanski und Brüntrup treffen doppelt

Mit einem glanzlosen, aber dennoch souveränen Sieg hat der TuS Bexterhagen seine Pflichtaufgabe gegen den Tabellenletzten Wüsten II erledigt. Die Reds gewannen spielend leicht mit 5:0, ließen für ein höheres Ergebnis aber die notwendige Konsequenz vermissen.
Trainer Achim Wenzel wartete mit zwei Überraschungen in der Startelf auf und ließ mit Arne Middeldorf und Alexander Voss gleich zwei bewährte Kräfte auf der Bank; Oliver Kampmann und Tim Kunze rückten in die Anfangsformation.
Die Zuschauer am Alten Postweg sahen von Beginn an eine einseitige Partie. Die Gäste aus Wüsten offenbarten früh, dass sie wenig Ambitionen hegten, an diesem Abend nennenswert nach vorn zu spielen. Bisweilen sahen sich die Hausherren daher acht Gegenspielern im und um den Wüstener Strafraum gegenüber. So brauchten die Reds ein wenig, um die Lücke in diesem Abwehrbollwerk zu finden - Dominik Dodt (14.) näherte sich mit einem schönen Schuss erstmals an.

Das erste Tor der Partie fiel erst nach zwanzig Minuten: Ibrahim Camara verschaffte sich etwas Platz und bediente dann mit gutem Auge Rafal Szymanski, der den Ball aus wenigen Metern am Torwart vorbeischob - 1:0 (20.). In der Folge hatte der Tabellendritte in Person von Clemens Grosser zwei weitere erstklassige Möglichkeiten, doch beide Male scheiterte der Youngster aus knapp aus halblinker Position im Strafraum (24., 29.).
Kurz darauf war Grosser dann aber maßgeblich am 2:0 beteiligt: Von Sören Brüntrup in den Strafraum geschickt, ließ Grosser zunächst zwei Gegenspieler stehen und legte dann überlegt auf Brüntrup zurück, der seinen Schuss zunächst antäuschte und anschließend leichtes Spiel hatte (32.).
Da es der TuS insgesamt zu häufig durch die Mitte versuchte und sich dort ein ums andere Mal festrannte, blieb es zur Pause beim 2:0.

Dafür erhöhten die Reds unmittelbar nach Wiederbeginn. Einen Freistoß von Sören Brüntrup ließ Wüsten-Schlussmann Sascha Fillies nach vorne abprallen, und nachdem Julian Droste zunächst noch mit seinem Nachschuss scheiterte, stocherte Szymanski den Ball zum 3:0 über die Linie (47.). "Den Freistoß habe ich eigentlich nicht gut getroffen, aber der Ball sprang noch einmal vor dem Torwart auf - Glück gehabt", schilderte Sören Brüntrup die Situation. Wieder nur wenige Minuten später war Brüntrup dann allerdings selbst ein zweites Mal zur Stelle - und traf dieses Mal punktgenau: Bei einem schönen Angriff über die rechte Seite trieben Dominik Dodt und Eric Wöhler den Ball nach vorn. Wöhler legte schließlich quer auf Brüntrup, der aus zwanzig Metern satt in den rechten Winkel traf - 4:0 (50.).
Für den verfrühten Schlusspunkt sorgte schließlich Arne Middeldorf, der nur Sekunden nach seiner Einwechslung mutterseelenallein im Strafraum auftauchte und abgebrüht ins lange Eck einschob (64.).
Ab diesem Zeitpunkt plätscherte die Partie dann zusehends vor sich hin. Bexterhagen kontrollierte weiterhin die Partie, spielte seine Angriffe jedoch oftmals nicht zielstrebig genug aus. Und wenn doch, fehlte das nötige Quäntchen Abschlussglück, wie etwa bei Kapitän Julian Droste, der in der Schlussphase gleich zweimal aus aussichtsreicher Position vergab (80., 85.).

"Es war heute sicherlich keine Glanzleistung, aber letzten Endes haben wir es trotzdem souverän gemacht. Ich denke mal, die Jungs haben sich ein wenig Reserven für den morgigen Mannschaftsabend aufgehoben", gab Achim Wenzel nach der Partie mit einem Augenzwinkern zu Protokoll.

Aufstellung:

Dennis Wehmeyer - Oliver Kampmann, Moritz Gromann, Jullian Droste (Alexander Voss), Tim Kunze – Eric Wöhler (Arne Middeldorf), Dominik Dodt, Sören Brüntrup, Clemens Grosser - Rafal Szymanski, Ibrahim Camara (André Gronemeier)

Tore:

20. Minute 1:0 Rafal Szymanski
32. Minute 2:0 Sören Brüntrup
47. Minute 3:0 Rafal Szymanski
50. Minute 4:0 Sören Brüntrup
64. Minute 5:0 Arne Middeldorf

 

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Bexterhagen nimmt die Hürde Lieme und beendet den Elfer-Fluch

Wenzel-Elf dreht die Partie nach 0:1-Rückstand

In einem wie erwartet schweren Gastspiel bei der SG Lieme-Hörstmar II hat sich der TuS Bexterhagen auch von einem frühen Rückstand nicht beirren lassen und einen am Ende verdienten 3:1-Auswärtserfolg eingefahren. Dabei glückte den Reds sogar endlich mal wieder ein Treffer vom Punkt.
Trainer Achim Wenzel konnte in Lieme wieder auf Toptorjäger Ibrahim Camara zurückgreifen; dafür fehlte neben Thorben Meier auch Vorwochen-Doppeltorschütze Eric Wöhler. Der TuS fand zunächst nur schleppend in die Partie und hatte besonders in der Anfangsphase seine liebe Mühe mit den giftigen Hausherren und insbesondere Stürmer Thomas Pries. Dieser war es auch, der nach einer knappen Viertelstunde auf einmal völlig allein auf das Tor von Ivo Rolle zustürmte und von diesem im Strafraum zu Fall gebracht wurde - klarer Fall: Elfmeter! Liemes Dennis Axt ließ sich die Chance nicht entgehen und vollstreckte zur Führung für die Gastgeber (14.).

Der Strafstoß war jedoch so etwas wie ein Wachmacher für die Gäste aus Bexterhagen, die nun nach und nach die Kontrolle im Spiel an sich rissen und die Liemer Reserve immer häufiger in die eigene Hälfte drängten. Dabei ließ Tobias Ullmann die beiden besten Möglichkeiten zum Ausgleich nach jeweils schönen Vorarbeiten von Clemens Grosser und Dominik Dodt liegen (25., 33.).
Kurz vor der Pause gelang den Gästen dann schließlich doch noch der Ausgleichstreffer: Clemens Grosser wurde im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht, erneut zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Spielgestalter Sören Brüntrup übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:1-Pausenstand (41.).

Im zweiten Durchgang brauchten die Reds keine lange Anlaufzeit und hatten nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff die Begegnung komplett gedreht. Sören Brüntrup schlug eine Flanke an den zweiten Pfosten, Liemes Schlussmann griff daneben und Ibrahim Camara staubte in bester Mittelstürmer-Manier ab - 2:1 aus Bexterhäger Sicht (51.)!

Im weiteren Verlauf der Partie verteidigte der TuS seine knappe Führung größtenteils souverän, auch weil die Innenverteidigung Gromann/Droste SG-Stürmer Pries inzwischen gut unter Kontrolle hatten. Trotzdem steckten die Hausherren nicht auf und drängten auf den Ausgleich, fanden jedoch keine Lücke in der Bexterhäger Defensive. Auf der anderen Seite war Lieme-Hörstmar II seinerseits anfällig für Konter, doch Clemens Grosser (73.) und Domink Precht (79.) verpassten es zunächst, den Sack zu zu machen. Schließlich war es erneut Ibrahim Camara, der mit einer schönen Einzelleistung für das 3:1 und damit für die Vorentscheidung sorgte (83.). Kurz vor Schluss hätte Dominik Dodt sogar noch auf 4:1 stellen können, wurde jedoch wegen einer angeblichen Abseitsposition zurückgepfiffen. So blieb es schließlich beim letztlich souveränen Sieg über einen hartnäckigen Gegner.
"Wir sind heute nicht so gut reingekommen und haben in der ersten Hälfte zu viele Fehler im Passspiel gehabt", analysierte Co-Trainer Uwe Wehmeyer nach der Partie. "Die Mannschaft hat sich aber reingebissen und sich den Sieg dann verdient."

Aufstellung:

Ivo Rolle - Rafal Szymanski, Moritz Gromann, Julian Droste, Alexander Voss – Arne Middeldorf, Dominik Dodt, Sören Brüntrup, Clemens Grosser - Tobias Ullmann (Dominik Precht), Ibrahim Camara (Tim Kunze)

Tore:

14. Minute 1:0 Dennis Axt
41. Minute 1:1 Sören Brüntrup (FE)
51. Minute 1:2 Ibrahim Camara
83. Minute 1:3 Ibrahim Camara

 

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Bexterhagen zerlegt Lipperreihe II

Erster Doppelpack für die Erste: Eric Wöhler

Lipperreiher Reserve kommt mit 0:10 unter die Räder

Eine Woche nach dem hässlichen Spiel in Retzen hat der TuS Bexterhagen mächtig Frustbewältigung betrieben und den TuS Lipperreihe II mit 10:0 überrollt. Dabei zeigten die Reds beinahe über die gesamte Spielzeit eine starke Leistung und hätten angesichts zahlreicher Chancen sogar noch höher gewinnen können.
In Abwesenheit des gesperrten Torjägers Ibrahim Camara setzte Coach Achim Wenzel auf die Erfahrung der Doppelspitze Meier/Gleisner. "Mit den beiden wollten wir auch eine gewisse Lufthoheit erzeugen", erläuterte Achim Wenzel seine Gedankenspiele. Nach einer kurzen Phase des Abtastens trug diese Maßnahme auch sofort Früchte: Bexterhagen führte einen Freistoß kurz aus, Arne Middeldorf flankte präzise in den Strafraum und Thorben Meier legte per Kopf zum einschussbereiten Gleisner ab - 1:0 durch den Routinier (15.)! Und nur wenig später war es Meier selbst, der nach einem Angriff über links auf 2:0 erhöhte (18.). Die Hausherren hatten die Partie weiterhin komplett unter Kontrolle; von Lipperreihe, das mit argen Personalsorgen angereist war, kam offensiv überhaupt nichts.
Ganz anders die Reds: Sören Brüntrup marschierte ohne Druck durchs Mittelfeld und steckte dann perfekt durch für Eric Wöhler, der frei vor dem Tor ganz cool zum 3:0 einschob (28.). Fünf Minuten später ließ Brüntrup zunächst drei Mann stehen und hob den Ball anschließend gefühlvoll in den Lauf von Alexander Voss, der zunächst zwar den Torwart anschoss, im Nachschuss aber zum 4:0 traf (33.). In der Folge ließ der TuS noch mehrere hochkarätige Chancen liegen, sodass es mit dem 4:0 auch in die Pause ging.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit erlaubten sich die Gastgeber zunächst eine kleine Schaffenspause und ließen im Spiel nach vorn die letzte Konsequenz vermissen. So kamen die Gäste aus Lipperreihe sogar einmal in die Nähe des Bexterhäger Strafraumes, doch den einzigen (!) Lipperreiher Torschuss in 90 Minuten setzte Stephan Krause ein gutes Stück neben den Kasten von Ivo Rolle, der ansonsten beschäftigungslos blieb.
Ab der 60. Minute zogen die Reds das Tempo dann wieder deutlich an, attackierten den Tabellenzwölften zum Teil schon am eigenen Sechzehner und erzielten so immer wieder frühe Ballgewinne. So hatten unter anderem Clemens Grosser (63.), Tobias Ullmann (67.) und Dominik Dodt (71.) mehrere hochkarätige Einschussmöglichkeiten, doch das 5:0 wollte noch nicht fallen. In der 73. Minute war es dann soweit: Im Anschluss an eine schöne Freistoßvariante von Arne Middeldorf und Sören Brüntrup machte Julian Droste den zweiten Ball nochmal scharf - Moritz Gromann bedankte sich in der Mitte und vollendete aus kurzer Distanz zum 5:0.
Dies war der Auftakt zu einer furiosen Schlussphase, in der die Gäste nun komplett auseinanderfielen: Clemens Grosser (82.), Tobias Ullmann (85.) sowie der eingewechselte Dominik Precht mit einem sehenswerten Flugkopfball (87.) schraubten das Ergebnis auf 8:0 hoch. Dass der Unparteiische angesichts dieses Spielstandes drei Minuten nachspielen ließ, sorgte auf Lipperreiher Seite naturgemäß für Verärgerung. Den Reds war's egal - Eric Wöhler schnürte mit dem 9:0 noch den persönlichen Doppelpack, ehe Dominik Dodt mit einem schönen Linksschuss für den 10:0-Endstand sorgte.
"Natürlich ist Lipperreihe hier heute nicht in Bestbesetzung angetreten", wusste Arne Middeldorf das Ergebnis richtig einzuordnen. "Aber man hat heute gesehen, dass die ganze Mannschaft einfach richtig Bock hatte, miteinander Fußball zu spielen. Und mit diesem Spaß an der Sache sollten wir jetzt auch in die restlichen Partien gehen!"

Aufstellung:

Ivo Rolle - Arne Middeldorf (Dominik Precht), Moritz Gromann, Julian Droste, Alexander Voss – Eric Wöhler (Oliver Kampmann), Dominik Dodt, Sören Brüntrup, Clemens Grosser - Thorben Meier, Nils Gleisner (Tobias Ullmann)

Tore:

15. Minute 1:0 Nils Gleisner
18. Minute 2:0 Thorben Meier
27. Minute 3:0 Eric Wöhler
33. Minute 4:0 Alexander Voss
73. Minute 5:0 Moritz Gromann
82. Minute 6:0 Clemens Grosser
85. Minute 7:0 Tobias Ullmann
87. Minute 8:0 Dominik Precht
90.+1 Minute 9:0 Eric Wöhler
90.+3 Minute 10:0 Dominik Dodt

 

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Bexterhagen stolpert in Retzen

Sein Tor reichte leider nicht zum Sieg: Sören Brüntrup

Gastspiel in Retzen verkommt zum Karten-Festival

Der TuS Bexterhagen hat sich trotz später Führung letztendlich mit einem 1:1-Unentschieden abfinden müssen und damit nur unwesentlich Boden auf Spitzenreiter Leese gut machen können (1:2-Niederlage in Lipperreihe). Dabei sah sich der TuS einem Gegner gegenüber, der offenkundig nur ein Ziel hatte: Mit übertriebener Härte jeglichen Spielfluss im Keim zu ersticken.
Eines sei vorweg gesagt: Sportliche Höhepunkte waren in diesem Spiel rar gesät, Tiefpunkte gab es dagegen reichlich. Selbst neutrale Beobachter dürften die Meinung vieler Bexterhäger teilen, dass die Art und Weise der Zweikampfführung bei den Gastgebern aus Retzen häufig nicht einmal mehr als "grenzwertig" durchging. So hätte Retzens Verteidiger Sebastian Völzke nach einem üblen Ellbogen-Check gegen Rafal Szymanski eigentlich bereits im ersten Durchgang zum Duschen geschickt werden müssen. Dass Völzke jedoch wie die meisten seiner Teamkollegen das Spiel beenden durfte, lag auch an der, gelinde gesagt, unsouveränen Spielleitung des Unparteiischen. Sieben gelbe und zwei gelb-rote Karten (davon je eine für Bexterhagen) zeugten am Ende von einer überhart geführten Begegnung, die der Schiedsrichter leider durch seine uneinheitliche Linie mit zu verantworten hatte.

Fußball wurde - zumindest hier und da - übrigens auch noch gespielt. Die Gäste aus Bexterhagen hatten dabei über weite Strecken zwar mehr von der Partie, kamen jedoch speziell im ersten Durchgang zu selten in aussichtsreiche Schussposition. Moritz Gromann per Kopf (06.) und Clemens Grosser (29.) verbuchten noch die besten Chancen, wobei letzterem sein Tor wohl zu Recht wegen einer Abseitsstellung aberkannt wurde.
Auf der Gegenseite konnte sich das Team um Kapitän Julian Droste bei dem wieder genesenen Keeper Ivo Rolle bedanken, der mit einem Klassereflex das 0:0 in die Pause rettete (40.).

Ähnlich wie die erste Halbzeit war auch die zweite Hälfte geprägt von zahlreichen Spielunterbrechungen, meist nach Foulspielen durch die Gastgeber. "Ich habe irgendwann aufgehört, die Freistöße zu zählen", gab Trainer Achim Wenzel später regisniert zu Protokoll.
Bexterhagen rannte an und kam durch Ibrahim Camara (61.), Dominik Dodt (69.) und Moritz Gromann (71.) sogar zu Chancen, doch der Führungstreffer wollte nicht fallen. Auf der Gegenseite bewahrte Ivo Rolle sein Team erneut vor einem Rückstand (74.).
Die Reds wechselten mit Nils Gleisner nun einen weiteren Stürmer ein und erhöhten das Risiko - es schien sich auszuzahlen: Ein Freistoß von Dominik Dodt fand über Gleisner den Weg zu Sören Brüntrup, und Bexterhagens Nummer 7 drosch den Ball aus kurzer Distanz unter die Latte - 0:1 (80.)! Doch der Jubel währte nur kurz. Zunächst holte sich Ibrahim Camara die gelb-rote Karte wegen Ballwegschießens ab, und wenig später schockte Retzens Sascha Döller den Tabellendritten mit dem Ausgleich zum 1:1 (85.).
"Es wurde uns heute sehr schwer gemacht, Fußball zu spielen", haderte Arne Middeldorf nach dem Schlusspfiff. "Aber wir müssen auch selbstkritisch sein. Wir haben nicht so stark gespielt wie in den Spielen zuvor." Torschütze Sören Brüntrup ergänzte: "Über den Gegner brauchen wir kein Wort zu verlieren, aber wir müssen uns an die eigene Nase packen. So ein Spiel musst du dann eben auch mal dreckig über die Zeit bringen."

Doch auch wenn die Ernüchterung unmittelbar nach dem Schlusspfiff groß war, gibt es nach wie vor keinen Grund, das Ziel Aufstieg gänzlich abzuschreiben. Das Beispiel Leese hat schließlich gezeigt, dass auch die Konkurrenz Federn lassen kann.

Aufstellung:

Ivo Rolle - Oliver Kampmann (Nils Gleisner), Moritz Gromann, Julian Droste, Alexander Voss – Rafal Szymanski (Eric Wöhler), Dominik Dodt, Arne Middeldorf, Sören Brüntrup, Clemens Grosser - Ibrahim Camara

Tore:

80. Minute 0:1 Sören Brüntrup
85. Minute 1:1 Sascha Döller

 

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Packendes Spitzenspiel ohne Sieger

Traf zum 2:2: Dominik Dodt

Bexterhagen erkämpft in Unterzahl einen Punkt gegen Ahmsen

Das Gipfeltreffen in der Kreisliga B-Staffel 2 hielt, was es versprach. In einem teilweise mitreißenden Spiel trennten sich die Aufstiegsaspiranten Bexterhagen und Ahmsen am Ende leistungsgerecht mit 2:2. Dabei bewiesen die Reds trotz zweimaligen Rückstands und Unterzahl Moral und wahrten so die Minimalchance auf den Aufstieg.
Bexterhagens Trainer Achim Wenzel nahm im Vergleich zur Vorwoche gleich drei Änderungen vor: Für den verletzten Ivo Rolle stand Dennis Wehmeyer zwischen den Pfosten, außerdem rotierten die zuletzt gesperrten Oliver Kampmann und Ibrahim Camara zurück in die Startelf.
Die Hausherren kamen gut in die Partie und unterbanden von der ersten Minute an das sonst so gefährliche Kombinationsspiel des TuS Ahmsen. "Es war von Anfang an klar, dass das Mittelfeldzentrum heute der Schlüssel sein würde, um Ahmsen in Schach zu halten. Das haben wir im Kollektiv sehr gut gemacht", fand Dominik Dodt. Glasklare Torchancen waren in der Anfangsphase zunächst Mangelware. Ahmsens Moritz Brünger prüfte Dennis Wehmeyer per Freistoß (14.), Ibrahim Camara brauchte beim Abschluss zu lange (20.).

Die Führung der Gäste fiel so mehr oder weniger aus heiterem Himmel: Nach einem langen Ball tauchte auf einmal Ahmsens Maximilian Kampf im Strafraum auf und wurde von Dennis Wehmeyer zu Fall gebracht - Elfmeter für Ahmsen und Gelb für Wehmeyer. "Die Entscheidung geht schon in Ordnung. Leider ging der Situation ein Foul im Mittelfeld voraus, es hätte also gar nicht soweit kommen dürfen", ärgerte sich Bexterhagens Co-Trainer Uwe Wehmeyer. Ahmsens Marvin Zurheide war's egal, der Linksverteidiger verwandelte den Strafstoß zum 0:1 (25.).
Doch die Hausherren hatten die richtige Antwort fast umgehend parat. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld schien die Situation im Ahmser Strafraum schon bereinigt, doch Ibrahim Camara setzte erst energisch nach und bediente dann auch noch mit viel Übersicht den völlig allein gelassenen Moritz Gromann, der frei vor Ahmsens Torhüter Marvin Otte cool blieb und zum 1:1 einnetzte (30.).

Die Partie gönnte sich nun keine Verschnaufpause mehr, und nur zehn Zeigerumdrehungen später lag der Ball erneut im Netz - leider im falschen. Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke traf Ahmsens Goalgetter Sören Seifert gekonnt aus der Drehung ins lange Eck zum 1:2 (40.).
Nur zwei Minuten später bot sich den Reds die erneute Chance zum Ausgleich. Ahmsens Tim Köhnemann vereitelte eine Flanke von Clemens Grosser mit der Hand, sodass dem Unparteiischen Manfred Miske erneut keine andere Wahl blieb, als auf den Punkt zu zeigen. Ibrahim Camara übernahm die Verantwortung - und scheiterte (45.)! Die anschließende Ecke wurde nicht mehr ausgeführt, sodass es mit einem 1:2-Rückstand in die Pause ging.

Die zweite Halbzeit war nur wenige Minuten alt, als die Gastgeber der nächste Rückschlag ereilte: Nach einem Missverständnis in der Bexterhäger Hintermannschaft kam Keeper Dennis Wehmeyer aus seinem Tor und berührte den Ball außerhalb des Strafraums, wenn auch unabsichtllich, mit der Hand. Die Folge: Gelb-Rot für Wehmeyer! Zweifelsohne eine knifflige Entscheidung, die die Gemüter auf wie neben des Feldes zusätzlich erhitzte. An der Entscheidung des Schiedsrichters änderte das freilich nichts, sodass Ersatzspieler Nils Gleisner sich kurzerhand das Torwarttrikot überstreifte und Arne Middeldorf notgedrungen ausgewechselt werden musste.

Wer nun gedacht hätte, dass der Tabellenführer sich in Unterzahl seinem Schicksal fügen würde, sah sich jedoch getäuscht. Ganz im Gegenteil: Während die Reds nun mit aller Vehemenz auf den Ausgleich drängten und auf einmal wieder die Spielkontrolle an sich rissen, wirkte der TuS Ahmsen trotz Überzahl zunehmend verunsichert. "Wir haben nach dem Platzverweis unerklärlicherweise das Spielen eingestellt", konstatierte Jan-Pascal Weege hinterher selbstkritisch.
Und die Bexterhäger Bemühungen wurden belohnt. Eine scharfe Flanke von Sören Brüntrup rutschte durch bis zum zweiten Pfosten, von dort legte Moritz Gromann überlegt zurück auf Dominik Dodt, und der drosch den Ball humorlos zum umjubelten 2:2 in die Maschen (69.).
Bexterhagen hatte nun das Momentum auf seiner Seite und spielte weiter nach vorn, musste dabei allerdings auch permanent auf die gefährlichen Konter der Gäste aufpassen, die gleich mehrfach in aussichtsreicher Position vergaben (78., 82., 85.). Die letzte Chance der Partie war schließlich Ibrahim Camara vorbehalten, doch der Kopfball des Mittelstürmers strich knapp am Pfosten vorbei (90.+2). So blieb es beim am Ende verdienten Remis, das die rund 300 Zuschauer am Alten Postweg mit großem Applaus goutierten. "Ich denke, das Ergebnis geht so in Ordnung", urteilte Kapitän Julian Droste nach der Partie. "Wir hatten heute eigentlich die etwas bessere Spielanlage, Ahmsen aufgrund der Kontermöglichkeiten am Ende dafür ein leichtes Chancenplus. Klar wäre ein Sieg schön gewesen, doch wir brauchen uns nach dieser Energieleistung nichts vorwerfen."

Aufstellung:

Dennis Wehmeyer - Oliver Kampmann, Moritz Gromann, Julian Droste, Alexander Voss – Rafal Szymanski (Eric Wöhler), Dominik Dodt (Dominik Precht), Arne Middeldorf (Nils Gleisner), Sören Brüntrup, Clemens Grosser - Ibrahim Camara

Tore:

25. Minute 0:1 Marvin Zurheide (FE)
30. Minute 1:1 Moritz Gromann
40. Minute 1:2 Sören Seifert
69. Minute 2:2 Dominik Dodt

 

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Kleiner Dämpfer im Aufstiegsrennen

Hielt seinen Kasten erneut sauber: Ivo Rolle

Leese trotzt Bexterhagen ein 0:0 ab

Eine Woche nach dem so eminent wichtigen Sieg gegen die TSG Holzhausen hat der TuS Bexterhagen einen kleinen Rückschlag im Kampf um den Aufstieg hinnehmen müssen. Vor großartiger heimischer Kulisse kamen die Reds trotz spielerischen Übergewichts nicht über ein 0:0 hinaus. Ein Sieg im kommenden Heimspiel ist nun beinahe Pflicht, um die Aufstiegschancen zu wahren.
Vor gut 200 Zuschauern und bei bestem Fußballwetter fand das Team um Kapitän Julian Droste gut in die Partie und erspielte sich rasch Feldvorteile. Vor allem Dominik Dodt und Sören Brüntrup hatten im Aufbau immer wieder Platz und verteilten die Bälle geschickt im Mittelfeld. Die Gäste aus Leese hingegen standen ihrerseits wie erwartet tief und operierten vornehmlich mit langen Bällen - auch deshalb, weil Bexterhagens Thorben Meier mit Jan Plöger den Dreh- und Angelpunkt im Leeser Spiel von Anfang an komplett abmeldete.
Trotz der größeren Spielanteile hatten die Hausherren Probleme, sich hochkarätige Chancen zu erspielen. Erstmals richtig gefährlich wurde es in der 22. Minute, als Dominik Dodt nach schönem Doppelpass mit Thorben Meier das Tor mit seinem Schlenzer nur knapp verfehlte. Auf der Gegenseite wurde der BSV ausschließlich nach Standards gefährlich; so strich nach einem Freistoß ein Kopfball von Tim Plöger nur knapp am rechten Torpfosten vorbei.

Die beiden besten Chancen im ersten Durchgang hatte aber der TuS: Zunächst wurde Sören Brüntrup von Alexander Voss mit einem schönen Pass in die Tiefe geschickt, doch den anschließenden Lupfer an den langen Pfosten konnte die Leeser Hintermannschaft in höchster Not klären (38.). Besonders ärgerlich: BSV Keeper Pyka war aus dem Kasten geeilt, das Tor dementsprechend leer. "Ich wollte Ulle hinten bedienen. Vermutlich hätte ich den Ball einfach ins leere Tor heben können, aber ich habe die Bewegung des Torwarts zu spät wahrgenommen", ärgerte sich Brüntrup hinterher. Bei der folgenden Ecke kam Thorben Meier aus kurzer Distanz zum Abschluss, zielte aber zu mittig (40.). Damit ging es torlos in die Kabine.

Die zweite Halbzeit hatte zunächst wenig Torraumszenen zu bieten, viel spielte sich nach Wiederbeginn im Mittelfeld ab. Dies lag auch daran, dass Leese nun versuchte, den Bexterhäger Spielaufbau früher zu stören. Ging bei den Roten in der ersten Halbzeit noch viel über die linke Seite, so liefen kurioserweise nach der Pause fast alle Angriffe über rechts.
In der 60. Minute hatte die Anhängerschaft des TuS dann eine Schrecksekunde zu überstehen, als BSV-Angreifer Jessie Henrichs auf einmal frei auf Ivo Rolle zulief, doch der in den letzten Wochen schier unüberwindbare Schlussmann der Gastgeber blieb im 1-gegen-1 einmal mehr Sieger.
Die Reds hatten zwar nach wie vor etwas mehr vom Spiel, leisteten sich im Angriffsdrittel jedoch zu viele Ungenauigkeiten im Passspiel und brachten sich so ein ums andere Mal und eine aussichtsreiche Chance.

Wirklich gefährlich wurde es erst in der 79. Minute mal wieder, als Clemens Grosser über links in den Strafraum eindrang, zwei Gegenspieler verlud und anschließend zurück an den Elfmeterpunkt passte, doch den anschließenden Schuss von Tobias Ullmann konnte Benedikt Pyka im Leeser Tor zur Seite abwehren; der anschließende Fallrückzieher-Versuch von Thorben Meier landete auf dem Tornetz.
Als alles schon nach einem 0:0 aussah, bot sich den Reds unverhofft noch die große Chance zum Sieg: Clemens Grosser wurde im Strafraum zu Fall gebracht, sodass dem sehr umsichtigen Unparteiischen praktisch nichts anderes übrig blieb, als auf Strafstoß zu entscheiden. Arne Middeldorf übernahm die Verantwortung, scheiterte vom Punkt jedoch unglücklich (89.). "Da macht Arne niemand einen Vorwurf. Wenn du in so einer Drucksituation Verantwortung übernimmst, verdient allein das schon großen Respekt. Ganz ehrlich: Ich hätte ihn selbst nicht schießen wollen", bekannte Coach Achim Wenzel. Beinahe hätte der TuS sogar komplett mit leeren Händen dagestanden, doch ein Schuss von Tim Plöger flog um Zentimeter am Bexterhäger Tor vorbei (91.). Unterm Strich stand damit ein 0:0, das keiner der beiden Mannschaften so richtig nützt, aber beiden nach wie vor alle Chancen auf den Aufstieg eröffnet.
"Natürlich hätte uns ein Sieg heute eine hervorragende Ausgangsposition beschert, und wir hätten es auch verdient gehabt. Aber Fakt ist, dass wir mit einem Sieg gegen Ahmsen am nächsten Wochenende noch alle Chancen haben - und Ahmsen war meiner Meinung nach sowieso das Team, dass du schlagen musst, wenn du aufsteigen willst", richtete Sören Brüntrup nach der Partie den Blick bereits wieder nach vorne. "Bei dem unglaublichen Support heute bin ich mir sicher: Mit unseren Fans im Rücken können wir jeden schlagen."

Aufstellung:

Ivo Rolle – Arne Middeldorf, Moritz Gromann, Julian Droste, Alexander Voss – Rafal Szymanski (Dominik Precht), Dominik Dodt, Sören Brüntrup, Clemens Grosser - Thorben Meier - Tobias Ullmann (Nils Gleisner)

Tore:

Fehlanzeige

 

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Bexterhagen nimmt die hohe Hürde Holzhausen

Traf spät zum Sieg: Innenverteidiger Moritz Gromann

Gromann trifft gegen starke TSG zum Sieg

Der TuS Bexterhagen hat den Auftakt in die "Wochen der Wahrheit" erfolgreich gemeistert und mit der TSG Holzhausen den ersten Aufstiegskonkurrenten mit 3:2 geschlagen. Dabei schien der TuS nach einer konzentrierten ersten Hälfte und einem 2:0-Vorsprung bereits auf der Siegerstraße, musste aufgrund einer durchwachsenen zweiten Hälfte jedoch noch einmal um den Erfolg bangen.
Mit der TSG Holzhausen, von vielen Vereinsvertretern als Topfavorit auf den Aufstieg gehandelt, stand der TuS vor der ersten Mammutaufgabe im Jahr 2017. Auf neutralem Boden in Ahmsen erwischten die Reds einen Start nach Maß. Gerade einmal neun Minuten waren gespielt, als Sören Brüntrup einen Angriff über den rechten Flügel initiierte. Dort setzte sich Arne Middeldorf stark durch und flankte gefährlich vor das Tor der TSG, wo Ibrahim Camara zunächst noch aus kurzer Distanz scheiterte, den anschließenden Abpraller drückte Youngster Clemens Grosser jedoch unbedrängt zum 0:1 über die Linie (09.).

Trotz der Führung im Rücken war von den Gästen weiterhin höchste Konzentration gefordert, um die brandgefährliche Holzhauser Offensive um Neuzugang Sven Tischbierek und Top-Torjäger Fabian Rönnicke in Schach zu halten. "In der ersten Halbzeit ist uns das ziemlich gut gelungen, wir haben wenig zugelassen", befand Kapitän Julian Droste.
Und vorne konnte sich der TuS auf seinen Goalgetter verlassen. Einen langen Ball aus der Abwehr verarbeitete Ibrahim Camara mustergültig, behauptete sich gegen zwei Gegenspieler und nahm anschließend Sören Brüntrup mit. Der bediente Camara erneut mit einem sehenswerten Heber in den Rücken der Abwehr, und Camara veredelte das Anspiel ebenfalls per Heber über den herauseilenden TSG-Keeper Daniel Stüdemann hinweg zum 0:2 (31.).
Holzhausen schien in der Folge merklich angeschlagen, geradezu ideenlos wirkte die Mannschaft vom neu installierten Trainer Jens Hinzmann. Folgerichtig ging es mit dem 0:2 in die Halbzeitpause.

Angesichts des Spielverlaufs im ersten Durchgang verwunderte es niemanden, dass die TSG druckvoll aus der Kabine kam. Die Reds schienen zunächst gut vorbereitet auf die wütenden Holzhauser Angriffe und standen in der ersten Viertelstunde nach Wiederanpfiff nach wie vor stabil, zudem konnte sich die Mannschaft einmal mehr auf ihren glänzend aufgelegten Schlussmann Ivo Rolle verlassen. Gleichwohl fehlte zunehmend die Entlastung nach vorn, sodass der Anschlusstreffer für die Gastgeber in der Luft lag. Schließlich war es Holzhausens neuer Spielmacher Tischbierek, der eine gelungene Kombination zum 1:2 vollendete (65.).
Und nur zwei Minuten später kam es noch schlimmer für den Tabellenführer aus Bexterhagen: Mit einem langen Ball erwischte Holzhausens Torschütze Tischbierek die eigentlich so sichere TuS-Defensive auf dem falschen Fuß, der völlig freie Florian Hermann spielte den Ball scharf in Richtung Fünfmeterraum und Rafal Szymanski bugsierte das Leder schließlich beim Klärungsversuch ins eigene Tor - 2:2 (67.).

Bexterhagen wankte nun, doch es fiel nicht. Mit aller Macht stemmten sich die Reds gegen den Punktverlust und versuchten ihrerseits noch einmal, Druck zu entfachen. Schließlich brachte die zuletzt neu entdeckte Effektivität bei Standards den TuS wieder auf die Siegerstraße: Dominik Dodt schlug einen Freistoß von links mit viel Schnitt nach innen, und wie schon vor Wochenfrist war Abwehrrecke Moritz Gromann zur Stelle - 2:3 (80.)! Obwohl Referee Cumali Colak rund fünf Minuten nachspielen ließ, brachte Bexterhagen die knappe Führung in einer umkämpften Schlussphase erfolgreich über die Zeit und behauptete damit auch den ersten Tabellenplatz vor dem ebenfalls siegreichen TuS Ahmsen (2:1 in Leese).
Nächster Stop im Aufstiegsrennen: Leese!

Aufstellung:

Ivo Rolle – Oliver Kampmann (Jan-Hendrik Piel), Moritz Gromann, Julian Droste, Alexander Voss – Arne Middeldorf, Dominik Dodt, Sören Brüntrup, Rafal Szymanski, Clemens Grosser (Tobias Ullmann) – Ibrahim Camara (Suleyman Diallo)

Tore:

09. Minute 0:1 Clemens Grosser
31. Minute 0:2 Ibrahim Sory Camara
65. Minute 1:2 Sven Tischbierek
67. Minute 2:2 Rafal Szymanski (ET)
80. Minute 2:3 Moritz Gromann

 

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In neuen Trikots zum Heimerfolg

Demonstrierte beim 1:0 seinen Torriecher: Moritz Gromann

TuS übernimmt nach Sieg gegen Lemgo/West vorübergehend die Tabellenführung

Eine Woche nach dem Arbeitssieg gegen Union Entrup hat sich der TuS Bexterhagen auch im ersten Heimspiel 2017 schadlos gehalten und den Tabellen-15. SC Lemgo/West mit 3:0 bezwungen. Mit dem 14. Erfolg in dieser Spielzeit haben die Reds vorerst die Tabellenspitze in der Kreisliga B erklommen.
Die ersten Überraschungen gab es für die Spieler des TuS bereits vor dem Anpfiff: Im vereinseigenen Sporthaus wurden die neuen Trikots präsentiert, die von der Firma Kronshage gesponsert werden. Modell stand dabei ein unerwarteter Rückkehrer: Australien-Abenteurer Rafal Szymanski war einen Monat eher als erwartet aus Down Under zurückgekehrt und überrumpelte sein Team damit sichtlich. "Weder die Spieler noch ich wussten Bescheid", beteuerte Trainer Achim Wenzel. "Aber es ist auf jeden Fall schön, dass er wieder dabei ist. Er erhöht nochmals die Qualität im Kader und ist überhaupt ein guter Junge."

Für die Partie gegen Lemgo/West hatte sich Wenzel eine besondere Aufstellung einfallen lassen. So nahm Torjäger Ibrahim Camara zunächst auf der Bank Platz, während Dominik Precht - eigentlich gelernter Verteidiger - in vorderster Front begann. "Wir wollten einen zusätzlichen Balleroberer vorn haben und Ibrahim brauchte auch eine kleine Pause", so die Begründung Wenzels.
Gegen kämpferische Lemgoer tat sich sein Team allerdings schwer, zumal der tiefe Rasen am Alten Postweg spielerische Lösungen beinahe unmöglich machte. Dennoch kamen die Reds zu ersten Gelegenheiten: Moritz Gromann verfehlte das Tor nach einem Eckball nur knapp (12.), ehe Sören Brüntrup nicht minder knapp per Freistoß scheiterte (20.). Den anschließenden Eckball schlenzte Clemens Grosser frech direkt aufs Tor, einzig die Latte verhinderte den Führungstreffer (21.). Allerdings versteckten sich die Gäste keineswegs und kamen ihrerseits zweimal gefährlich nahe vor das Tor von Ivo Rolle, doch beide Male war Bexterhagens Nummer 1 auf dem Posten (26., 35.). So ging es den ersten 45 Minuten torlos in die Kabine.
Überschattet wurde die erste Halbzeit von der schweren Verletzung des Lemgoers Monzer Hatro, der nach einem unglücklichen Zweikampf unter Schmerzen vom Platz getragen werden musste.

In der zweiten Hälfte waren die Hausherren von Beginn an bemüht, einen Gang hochzuschalten - und tatsächlich wurden sie nach nur zehn gespielten Minuten belohnt: Einen Freistoß von Sören Brüntrup machte Tobias Ullmann zunächst mit der Hacke wieder scharf, ehe Moritz Gromann den Ball energisch über die Linie drückte - 1:0 (55.)!
Der Treffer gab dem TuS sichtlich Rückenwind, während der Tabellenvorletzte konditionell zusehends abbaute. Das 2:0 durch Clemens Grosser fiel folgerichtig, Arne Middeldorf hatte den Youngster zuvor mit einem wunderschönen Diagonalball in Szene gesetzt und dabei die gesamte Lemgoer Hintermannschaft ausgehebelt (70.). Die Gäste bäumten sich zwar kurz ein letztes Mal auf und waren mit einem Freistoß sogar nochmal gefährlich (82.), doch spätestens mit dem ersten Saisontreffer von Dominik Precht war die Partie endgültig entschieden (85.).
"Die erste Hälfte war sehr mühsam, da haben wir nicht unsere beste Leistung gezeigt. Im zweiten Durchgang hatten wir aber den deutlich längeren Atem, von daher geht der Sieg auch in der Höhe in Ordnung", urteilte Co-Trainer Uwe Wehmeyer nach dem Schlusspfiff.

Mit diesem Sieg und der vorübergehenden Tabellenführung hat sich der TuS Bexterhagen eine hervorragende Ausgangsposition für die kommenden, richtungsweisenden Wochen geschaffen, an denen es nacheinander gegen die direkten Aufstiegskonkurrenten aus Holzhausen, Leese und Ahmsen geht.

Aufstellung:

Ivo Rolle – Oliver Kampmann (Rafal Szymanski), Moritz Gromann, Julian Droste, Alexander Voss – Arne Middeldorf, Dominik Dodt, Sören Brüntrup, Clemens Grosser – Tobias Ullmann (Eric Wöhler), Dominik Precht (Ibrahim Camara)

Tore:

55. Minute 1:0 Moritz Gromann
70. Minute 2:0 Clemens Grosser
85. Minute 3:0 Dominik Precht

 

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Camara erlöst den TuS

Bexterhagen müht sich gegen giftige Entruper zum Sieg

Mit einem knappen, aber unterm Strich verdienten 1:0-Sieg gegen den FC Union Entrup hat sich der TuS Bexterhagen erfolgreich aus der Winterpause zurückgemeldet und zugleich die Jagd auf Tabellenprimus BSV Leese eröffnet. Dabei taten sich die Wenzel-Schützlinge auf neutralem Boden in Kirchheide lange Zeit schwer, ehe Top-Torjäger Ibrahim Camara sein Team auf die Siegerstraße brachte.

Weil die berühmt-berüchtigte Ilse-Kampfbahn in Entrup nach wie vor gesperrt war, bat die Union den TuS Bexterhagen auf dem Kirchheider Kunstrasen zum offiziellen Auftakt ins Fußball-Jahr 2017. Dabei startete der TuS vielversprechend und mit viel Elan in die Partie. Das Team um Kapitän Julian Droste presste zu Beginn sehr hoch und erzwang auf diese Weise immer wieder frühe Ballverluste des Gegners. Aus einem solchen resultierte auch die erste hochkarätige Chance von Ibrahim Camara, der den Ball am gegnerischen Strafraum eroberte, anschließend jedoch am glänzend reagierenden Union-Keeper Timm Lessow scheiterte (09.).
Kurz darauf hatte Dominik Dodt die Führung nach schönem Doppelpass mit Camara auf dem Fuß, doch erneut war Lessow zur Stelle (15.). Und spätestens, als der Entruper Schlussmann auch noch einen Freistoß von Sören Brüntrup aus dem Winkel fischte (21.), war allen Bexterhägern klar, dass diese Nuss schwer zu knacken sein würde. Kein Wunder also, dass sich Trainer Achim Wenzel nach dem Spiel schnell festlegte: „Lessow war heute mit Abstand der beste Mann auf dem Platz.“
In der Folge leisteten sich die Reds einige unnötige Fouls und luden den Gegner so zu einem wahren Standard-Festival ein. „Dadurch haben wir uns letztlich selbst aus dem Rhythmus gebracht“, merkte Sören Brüntrup selbstkritisch an. Und sein Trainer brachte es in der Halbzeit ziemlich treffend auf den Punkt: „Da haben wir irgendwann einfach scheiße gespielt.“ Entrup war nun deutlich besser im Spiel, konnte aus den zahlreichen Ecken und Freistößen in dieser Phase allerdings kein Kapital schlagen. So stand zur Halbzeit ein torloses 0:0 zu Buche.

Wie schon im ersten Durchgang kam der Tabellenvierte mit Schwung aus der Kabine und drängte nun erneut auf den Führungstreffer. Dennoch mussten sich die mitgereisten Fans bis zur 65. Minute gedulden, ehe sie endlich jubeln durften: Ein Befreiungsschlag aus der eigenen Hälfte geriet zum Anspiel auf Ibrahim Camara, der den Ball am herauseilenden Entruper Torhüter Timm Lessow vorbeispitzelte und anschließend ins leere Gehäuse einschob – 0:1 (65.)!
Anschließend war der TuS bemüht, das Spielgeschehen weiter zu kontrollieren, ohne dabei jedoch mit der allerletzten Konsequenz auf das womöglich vorentscheidende zweite Tor zu gehen. So geriet die Schlussphase unweigerlich zur Zitterpartie. Als die Bexterhäger Hintermannschaft bei einem Ballverlust an der Mittellinie zu weit aufgerückt war und Entrups Manuel Reis verfolgt von Moritz Gromann auf Ivo Rolles Tor zulief, war es einzig einer technischen Unzulänglichkeit des Union-Stürmers geschuldet, dass die Reds mit dem Schrecken davon kamen (77). Auf der Gegenseite hätte Clemens Grosser um ein Haar alles klar gemacht, doch sein Heber über den Torwart hinweg traf nur das Aluminium. Weil Entrup kurz vor Schluss seinerseits mit einem Freistoß nur die Latte touchierte, konnte der TuS am Ende einen hart erkämpften und immens wichtigen 1:0-Sieg feiern.

„Das erste Pflichtspiel nach der Winterpause ist auch immer eine Standortbestimmung. Wir hatten heute einige gute Phasen im Spiel, da ist aber definitiv auch noch reichlich Luft nach oben“, befand Kapitän Julian Droste nach dem Schlusspfiff. Und Innenverteidiger-Kollege Moritz Gromann ergänzte: „Wir hätten uns das Leben sicherlich leichter machen können, wenn wir eine unserer guten Chancen zu Beginn genutzt hätten. Aber unterm Strich zählen heute nur die drei Punkte.“
Mit dem Sieg ziehen die Reds vorübergehend mit Tabellenführer Leese gleich, haben dabei allerdings mindestens ein Spiel mehr absolviert als die Aufstiegskonkurrenz aus Leese, Ahmsen und Holzhausen.

Aufstellung:

Ivo Rolle – Oliver Kampmann (Dominik Precht), Moritz Gromann, Julian Droste, Alexander Voss – Arne Middeldorf, Dominik Dodt, Sören Brüntrup, Eric Wöhler (Suleyman Diallo) – Clemens Grosser – Ibrahim Camara (Tobias Ullmann)

Tore:

65. Minute 0:1 Ibrahim Camara

 

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TuS Bexterhagen Jahresrückblick 2016: Wenn der Berg ruft...

Trainer Achim Wenzel formt aus einem Abstiegskandidaten in 12 Monaten einen Aufstiegsaspiranten

Das Jahr 2017 hat bereits Fahrt aufgenommen, die Zeit für Jahresrückblicke ist eigentlich längst vorbei. Im Falle des TuS Bexterhagen sind ereignisreiche 12 Monate dennoch mehr als Grund genug, einen ausgiebigen Blick zurückzuwerfen auf die Rückrunde 15/16 und die Hinrunde 16/17 in der Lemgoer Kreisliga B...

Die Begrüßung der gegnerischen Mannschaft stellt im Amateurfußball schon beinahe so etwas wie ein fest etabliertes Ritual da. Dabei geben sich die Spieler, je nach Tagesform und vor allem abhängig von den Ereignissen des vorangegangenen Abends, mal mehr, mal minder Mühe, ihre Kontrahenten mit dem einstudierten Schlachtruf "willkommen" zu heißen. Unstrittig ist jedoch, dass dieser Schlachtruf in den meisten Fällen mindestens genauso alt ist wie die Gesichter, denen man seit Jahren (oder gar Jahrzehnten) jeden Sonntag gegenüber steht.
Hier bildet der TuS Bexterhagen gewiss keine Ausnahme, wenn allwöchentlich dem verstorbenen österreichischen Bergsteiger Luis Trenker gehuldigt wird. Doch während in den vergangenen Jahren von Höhenluft rund um den Alten Postweg rein gar nichts zu spüren war, glich das Fußball-Jahr 2016 der Reds tatsächlich in gewisser Weise dem Erklimmen eines Berges - oder zumindest des oberen Tabellendrittels.

Dabei hatten sich Verantwortliche und Spieler beim TuS den Start in die Rückrunde 2015/16 sicher anders vorgestellt. Nach einer katastrophalen Hinrunde inklusive Trainerwechsel hatte der inthronisierte Achim Wenzel mit zwei Siegen vor der Winterpause zumindest eine Basis legen können, um im neuen Jahr erfolgreich aus dem Tabellenkeller zu klettern. Eine intensive Vorbereitung, zumal gänzlich auf Kunstrasen absolviert, nährt zusätzlich die Hoffnung auf einen erfolgreichen Rückrundenstart. Und dann das: 0:3 in Lipperreihe - auf Kunstrasen.
Doch der TuS berappelt sich rasch, fährt gegen den Tabellennachbarn Holzhausen einen wichtigen 2:0-Heimsieg ein und zeigt an Ostern zwei starke Spiele gegen die Top-Teams aus Entrup (1:1) und Oerlinghausen (1:2).
Im April präsentieren sich die Wenzel-Schützlinge, zum Unwohl ihres Trainers, dann allerdings ebenso launisch wie das Wetter. Einem souveränen 3:0 gegen indisponierte Schötmarer und einem Unentschieden in Asemissen folgen ein katastrophales 1:5 gegen den TuS Helpup II sowie eine komplett unnötige 2:3-Heimniederlage gegen die Bad Salzufler Reserve. Damit sollte sich bewahrheiten, was Wenzel seit seiner Amtsübernahme schon beinahe wie ein Mantra immer wieder gepredigt hatte: "Wir müssen als TuS Bexterhagen an jedem Wochenende 110 Prozent geben. Nur so geht es. Und dann können wir wirklich jedem Gegner weh tun. Geben wir nur ein paar Prozent weniger, werden wir kein einziges Spiel gewinnen."

Durch die wechselhaften Darbietungen im April wird der Mai zum entscheidenden Monat im Kampf um den Klassenverbleib. Das knifflige Auswärtsspiel beim BSV Leese steht dabei eine Halbzeit lang auf des Messers Schneide, doch durch einen wahren Kraftakt (und effektive Joker) dreht der TuS einen 0:1-Rückstand in der zweiten Halbzeit noch in einen 4:1-Sieg. "Das folgende Heimspiel gegen Matorf war ja schon so etwas wie ein kleines Finale, weil wir mit einem Sieg schon fast uneinholbar über dem Strich gelegen hätten", erinnert sich Co-Trainer Uwe Wehmeyer. "Insofern war das Spiel gegen Leese nicht nur wichtig fürs Punktekonto, sondern auch für den Kopf."
Die Partie gegen Matorf gerät zum waschechten Krimi. Eine frühe TuS-Führung durch Tobias Ullmann können die Gäste noch vor der Pause egalisieren. Nach der Halbzeit sorgt ein früher Doppelschlag durch Gagelmann und abermals Ullmann vermeintlich für klare Verhältnisse, doch als der Vorletzte aus Matorf noch einmal auf 3:2 rankommt, wird die Schlussphase zur nervlichen Zerreißprobe, ehe der Sieg schlussendlich unter Dach und Fach ist.
Sichtlich befreit schießen die Reds am darauf folgenden Wochenende den TuS RW Grastrup-Retzen mit 3:0 vom Platz und sichern damit auch rechnerisch den Klassenerhalt. Doch nicht nur das: Mit 21 Punkte klettert der TuS bis auf Platz 7 in der Rückrundentabelle. Bereits im Frühling 2016 lässt sich damit erahnen, dass der Aufschwung in Bexterhagen womöglich nicht nur von kurzer Dauer sein könnte...

Nach dem Aufstieg der beiden Überflieger aus Oerlinghausen und Wüsten in der Vorsaison scheint für den Meistertitel 2016/17 eigentlich nur ein Team infrage zu kommen: Der TuS Ahmsen. Und in der Tat grüßt der Vorjahres-Achte, auch dank Neuzugang Sören Seifert, vom ersten Spieltag an vom Tabellengipfel. Dicht dahinter: Der TuS Bexterhagen! Obgleich der positive Einfluss von Trainerfuchs Achim Wenzel bereits im Saisonendspurt 2015/16 deutlich zu erkennen war, hatte wohl niemand die Reds als ersten Verfolger auf der Rechnung - mit Ausnahme von Wenzel selbst natürlich. Zwar verabschieden sich die Bexterhäger - wieder einmal - frühestmöglich aus dem Krombacher-Pokal (0:1 gegen Retzen), doch in der Liga fährt das Team um Kapitän Julian Droste aus den ersten fünf Partien satte 13 Zähler ein, darunter ein 7:0-Kantersieg gegen Union Entrup. Die Höhenluft scheint der jungen Mannschaft gut zu bekommen! Gesichter des sportlichen Aufschwungs sind dabei nicht etwa die etablierten "Veteranen" wie Droste, Middeldorf und Co., sondern junge Gipfelstürmer wie Sturmtank Ibrahim Camara (ein 21-jähriger Flüchtling aus Guinea) oder die Eigengewächse Clemens Grosser, Dominik Dodt und Eric Wöhler.

Zum vorläufigen Saisonhöhepunkt avanciert der ebenso sensationelle wie emotionale 4:3-Auswärtserfolg beim TuS Ahmsen, der von früher Führung über zweimaligen Rückstand bis hin zum Last-Minute-Siegtreffer durch Arne Middeldorf alles zu bieten hat. Spätestens jetzt ist klar: Mit dem TuS Bexterhagen ist in dieser Saison zu rechnen!
Komplett ohne Rückschläge kommt der TuS freilich nicht durch die Hinrunde. Nach neun Spielen ohne Niederlage ist es am zehnten Spieltag ausgerechnet Kellerkind TuS Lipperreihe II, das den Bexterhägern beim 3:4 die erste Saisonniederlage zufügt. Unfassbar: Dank eines Dreierpacks von Ibrahim Camara führt der TuS bis zur 60. Minute eigentlich souverän mit 3:0, erlebt danach jedoch einen unerklärlichen Einbruch.
Im Oktober und November durchschreiten die Reds dann leistungstechnisch eine kleine Talsohle. Zwar festigt man den dritten Tabellenplatz mit 17 von 21 möglichen Punkten, doch gerade die Partien gegen Abstiegskandidaten wie Helpup II oder Wüsten II laufen bei weitem nicht so problemlos wie von einigen erwartet. Eine positive Ausnahme stellt da die Partien gegen den TSV Schötmar II und Liga-Wundertüte SC Bad Salzuflen II im Spätherbst dar. Nicht nur, dass die Mannschaft ihrer treuen Anhängerschaft beim 7:0 bzw. 4:2 reichlich Anlass zum Jubel bietet - endlich sehen die Fans wieder ein aggressives, jedem Ball nachsetzendes Team, das obendrein auch noch gefällig zu kombinieren weiß. Dass die Zuschauer ihren Teil beitragen, ist den Spielern dabei bewusst. "Es ist schon cool, wenn du dann bei den Heimspielen teilweise vor 60, 70 Leuten spielst", zeigt sich Youngster Clemens Grosser beeindruckt von der Unterstützung an der Seitenlinie. Grosser ist es übrigens auch, der mit einem Doppelpack im verfrühten Rückrundenderby gegen den TuS Lockhausen maßgeblich zum gelungenen Jahresabschluss beiträgt.

Damit überwintert der TuS Bexterhagen auf einem zu Saisonbeginn kaum für möglich gehaltenen dritten Rang. Ausruhen wird sich trotz dieser respektablen Leistung freilich niemand, die Reise soll noch nicht zu Ende sein. Denn die Luft für Tabellenprimus Leese wird dünner, und die Mission für 2017 ist klar: Die Reds wollen den Gipfel erklimmen...

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Mit einem Arbeitssieg in die Winterpause

Lockhausen macht den Reds das Leben schwerer als erwartet

Der TuS Bexterhagen hat das Fußballjahr 2016 erfolgreich beendet und überwintert auf einem starken dritten Tabellenplatz. Beim 3:1-Erfolg im Derby gegen den TuS Lockhausen versprühten die Wenzel-Schützlinge allerdings keinen vorweihnachtlichen Glanz, sondern mussten sich die drei Punkte mühsam erarbeiten.
Gegenüber dem Remis gegen Werl-Aspe veränderte Coach Achim Wenzel die Startelf auf vier Positionen: Julian Droste, Eric Wöhler, André Gronemeier und Dominik Dodt ersetzten Jan-Hendrik Piel, Thorben Meier, Alexander Voss und Dominik Precht.
Auf dem Kunstrasenplatz in Aspe fanden die Bexterhäger gegen aggressiv störende Gäste nur schwer in die Partie; vor allem das vertikale Spiel litt unter vielen Ungenauigkeiten im Passspiel. Auch defensiv präsentierte sich das Team um den zurückgekehrten Kapitän Droste nachlässiger als gewohnt und ließ den Lockhausern im Spielaufbau ein ums andere Mal zu viel Platz, den diese jedoch kaum zu nutzen wussten.
Für erste Gefahr sorgte ein Freistoß von Arne Middeldorf, der genau vor die Füße von Moritz Gromann fiel - doch der Innenverteidiger schien darüber selbst ein wenig überrascht, sodass Lockhausens Hintermannschaft die Situation bereinigen konnte (08.). Wenig später brachte Sören Brüntrup eine Ecke auf den zweiten Pfosten, die Ibrahim Camara nur knapp über das Tor köpfte (12.). In der 25. Minute machte es Bexterhagens Goalgetter dann aber besser: Nach einer Balleroberung am eigenen Sechzehner schalteten die Reds blitzschnell um und transportierten den Ball über drei Stationen zum durchgestarteten Clemens Grosser, der im Strafraum nur noch auf Camara querzulegen brauchte - 1:0 für den Favoriten!

Die Führung hielt jedoch kaum 120 Sekunden. Nach einem vermeintlichen Foul von Julian Droste an Lockhausens Arne Kaiphas entschied der Unparteiische auf Strafstoß - auf Bexterhäger Seite heftige Proteste hervorrief. "Der Ball ist überhaupt nicht in der Nähe. Unsere Laufwege haben sich einfach unglücklich gekreuzt und wir sind beide zu Boden gegangen. Die Entscheidung war schwer nachzuvollziehen", gab Droste hernach zu Protokoll. Allein, es half nichts - Lockhausens Spielführer Jan Sundermann verwandelte den Elfer humorlos zum Ausgleich, der gleichzeitig auch den Pausenstand markierte (27.).

Zur Halbzeit korrigierte Achim Wenzel die taktische Ausrichtung und brachte mit Tobias Ullmann zudem einen frischen Angreifer. Und es dauerte nur bis zur 52. Minute, ehe die Reds erneut in Führung gingen. Oliver Kampmann hebelte mit einem langen Ball die gesamte Lockhauser Viererkette aus und bediente ebnete damit Clemens Grosser den Weg zu seinem sechsten Saisontor.
Mit der Führung im Rücken erhöhte Bexterhagen fortan die Schlagzahl und kam, erneut nach einer gelungenen Umschaltsituation, zum vorentscheidenden 3:1: Sören Brüntrup steckte sehenswert durch auf den durchgestarteten Arne Middeldorf, dessen präzise Hereingabe erneut Clemens Grosser veredelte (67.).
In der Folge verpassten es die Reds, das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben, auch weil ein ums andere Mal die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte. So steht unterm Strich ein verdienter Arbeitssieg, mit dem der TuS Bexterhagen ein tolles Fußballjahr 2016 gelungen abschließt.

Aufstellung:

Ivo Rolle - Oliver Kampmann (Alexander Voss), Moritz Gromann, Julian Droste, Arne Middeldorf - Dominik Dodt, Sören Brüntrup, André Gronemeier (Tobias Ullmann) - Clemens Grosser, Ibrahim Sory Camara, Eric Wöhler

Tore:

25. Minute 1:0 Ibrahim Sory Camara
27. Minute 1:1 Jan Sundermann (FE)
52. Minute 2:1 Clemens Grosser
67. Minute 3:1 Clemens Grosser

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Asper Reserve trotzt dem TuS einen Punkt ab

Fehlende Durchschlagskraft kostet Platz 2

Kurz vor der Winterpause musste der TuS Bexterhagen einen kleinen Rückschlag im engen Kampf um die vorderen Tabellenplätze hinnehmen. Beim SV Werl-Aspe II kam der Tabellenzweite nicht über ein torloses Remis hinaus und fällt dadurch vorläufig auf den vierten Rang zurück.
Nach zuletzt fünf Siegen in Folge und der überzeugenden Vorstellung gegen Bad Salzuflen II nahm Coach Achim Wenzel lediglich eine Änderung in der Startelf vor - Sören Brüntrup ersetzte Dominik Dodt als Sechser vor der Abwehr.
Die Mannschaft um Kapitän Moritz Gromann fand zügig in die Partie und erspielte sich rasch ein optisches Übergewicht. Allerdings stand die Asper Defensive sehr kompakt und machte den Reds das Leben schwer.

Den ersten Aufreger gab es nach einer Viertelstunde, als Sören Brüntrup nach einer kurz ausgeführten Ecke im Strafraum klar gehalten wurde, die Pfeife des ansonsten souveränen Unparteiischen jedoch stumm blieb.
Kurz darauf war der Aufschrei auf der Gegenseite groß, als Aspes Sturmspitze Till Meßmann im Bexterhäger Strafraum zu Fall kam. "Es war zwar Körperkontakt dar, aber ich spiele zuerst ganz klar den Ball", schilderte Oliver Kampmann die Situation im Nachgang.
Die beste Chance der ersten Hälfte hatte Clemens Grosser auf dem Fuß, scheiterte jedoch denkbar knapp aus spitzem Winkel, nachdem er Aspes Torwart Andre-Pascal Bultmann bereits umkurvt hatte (25.). Weil auch Moritz Gromann (31.) und Ibrahim Camara (35.) ihre Chancen nicht nutzen konnten und die Hausherren aus Aspe offensiv nur Stückwerk ablieferten, blieb es beim 0:0 zur Pause.

Achim Wenzel wechselte zur Pause und brachte mit Suleyman Diallo für Thorben Meier einen frischen Mann. Allerdings schafften es die Gastgeber dank einer Systemumstellung nun besser, das Bexterhäger Aufbauspiel zu stören. Auch lahmte das Flügelspiel der Wenzel-Schützlinge nun spürbar.
Dennoch hatten die Reds auch in der zweiten Halbzeit mehrere Chancen zur Führung: Arne Middeldorf scheiterte um Haaresbreite per Freistoß (61.), während eine Volley-Abnahme von Clemens Grosser in der Schlussplase etwas zu unplatziert geriet (80.).
Als der TuS hinten aufmachte, um doch noch das siegbringende Tor zu erzielen, hätte ebendies um Haaresbreite sogar der SV Werl-Aspe erzielt, doch Julian Dewitz vergab freistehend vor Ivo Rolle. Somit blieb es schließlich beim torlosen Unentschieden, das keinem der beiden Teams so wirklich weiterhilft.

Aufstellung:

Ivo Rolle - Jan Hendrik Piel (Dominik Dodt), Dominik Precht, Moritz Gromann, Oliver Kampmann, Alexander Voss (Tobias Ullmann) - Sören Brüntrup - Arne Middeldorf, Thorben Meier (Suleyman Diallo), Clemens Grosser - Ibrahim Sory Camara

Tore:

Fehlanzeige

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Bexterhagen überrollt den TSV Schötmar II

Sammelte fünf Scorerpunkte: Dominik Dodt

Die Gäste brechen in der zweiten Hälfte komplett ein

Der TuS Bexterhagen hat die Heimspiel-Wochen kurz vor Ende der Hinrunde mit dem dritten Sieg im dritten Spiel abgeschlossen. Gegen den TSV Schötmar II landeten die Reds einen 7:0-Kantersieg. Durch die zeitgleiche Niederlage des BSV Leese gegen den SC Bad Salzuflen II rückt der TuS damit bis auf vier Punkte an den Tabellenführer ran.
Coach Achim Wenzel schickte sein Team wie schon in der Vorwoche in einer 5-1-3-1-Formation aufs Feld. Rückkehrer Sören Brüntrup übernahm die zentrale Position im defensiven Mittelfeld, Dominik Dodt rückte vor ins offensive Mittelfeld.
Die Hausherren übernahmen von Beginn an das Kommando und suchten mit den hoch stehenden Außenverteidigern Alexander Voss und Jan-Hendrik Piel immer wieder den Weg über die Flügel. Allerdings fehlte es den Bexterhäger Angriffen zunächst an Präzision im Angriffsdrittel. So dauerte es bis zur 27. Minute, ehe Ibrahim Sory Camara den Bann brach: Wieder rollte ein Bexterhäger Angriff über die linke Außenbahn, von wo Alexander Voss den Ball gefährlich vors Tor brachte. Schötmars Torhüter segelte am Ball vorbei, und Camara bugsierte das Leder mit der Brust über die Linie.

Auch in der Folge blieben die Gastgeber am Drücker und kamen immer wieder zu schnellen Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte. Die Gäste fanden offensiv praktisch nicht statt. Beispiel gefällig? Der Schuss von Abdullah Gürel in der 36. Minute über den Kasten von Ivo Rolle war der einzige Torschuss, den der TSV Schötmar II während der gesamten Spielzeit abgab. Da es jedoch auch der TuS versäumte, die durchaus vorhandenen weiteren Torchancen in weitere Treffer umzumünzen, blieb es zur Pause beim knappen, aber verdienten 1:0-Vorsprung.

Die zweite Halbzeit bot das gewohnte Bild, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Die Reds nutzten ihre Chancen nun eiskalt. Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, als Dominik Dodt nach schöner Vorlage von Clemens Grosser auf 2:0 stellte (48.). Nur zehn Zeigerumdrehungen später stand Dodt erneut mutterseelenallein im Schötmarer Strafraum und drosch den Ball humorlos zum 3:0 in die Maschen (58.). Spätestens als Jan-Hendrik Piel nur zwei Minuten später zum 4:0 traf (60.), war die Partie endgültig entschieden.

Nichtsdestotrotz spielten die Wenzel-Schützlinge weiter munter nach vorne, während der Tabellen-Vierzehnte aus Schötmar nun endgültig Auflösungserscheinungen zeigte. "Das war schon Wahnsinn, was wir ab dem 3:0 für Räume im letzten Drittel hatten. Schötmar hat kaum noch Gegenwehr gezeigt", wunderte sich Sören Brüntrup nach Spielende.
Bexterhagen erspielte sich nun Chancen im Minutentakt. Arne Middeldorf, Moritz Gromann und Sören Brüntrup scheiterten noch am Aluminium, doch Clemens Grosser (75.), Ibrahim Sory Camara (83.) und Alexander Voss (89.) nutzten die gewaltigen Lücken im Schötmarer Abwehrverbund zu den Treffern fünf, sechs und sieben. Voss' sehenswerter Volleytreffer zum 7:0 bildete dabei einen würdigen Schlusspunkt einer starken Vorstellung den Tabellenzweiten. Bester Mann in einer starken Mannschaft war mit zwei Treffern und drei Assists Dominik Dodt.

Aufstellung:

Ivo Rolle - Jan Hendrik Piel (Benjamin Fuchs), Dominik Precht, Moritz Gromann, Oliver Kampmann, Alexander Voss - Sören Brüntrup - Arne Middeldorf, Dominik Dodt, Clemens Grosser - Ibrahim Sory Camara

Tore:

27. Minute 1:0 Ibrahim Sory Camara
48. Minute 2:0 Dominik Dodt
58. Minute 3:0 Dominik Dodt
60. Minute 4:0 Jan-Hendrik Piel
75. Minute 5:0 Clemens Grosser
83. Minute 6:0 Ibrahim Sory Camara
89. Minute 7:0 Alexander Voss

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Meier erlöst Bexterhagen

Traf spät zum Bexterhäger Sieg: Thorben Meier

TuS bleibt nach knappem Heimsieg erster Leese-Verfolger

Zum Auftakt des Heimspiel-Marathons mit drei Heimspielen in Folge fuhr der TuS Bexterhagen einen glanzlosen, aber verdienten 1:0-Sieg gegen die Reserve des TuS Helpup ein. Dabei wurde es das bereits im Vorfeld von Trainer Achim Wenzel prophezeite umkämpfte Spiel, in dem der TuS letztlich dank eines Meier-Treffers in der Schlussphase die Oberhand behielt.
Die Marschroute, zunächst tief zu verteidigen und den Gegner aus der Defensive zu locken, legten die Hausherren bereits frühzeitig ad acta. "Helpup hat ja nicht wirklich versucht, geordnet hinten raus zu spielen. Die haben nur ihren Mittelstürmer mit langen Bällen gesucht", konstatierte Co-Trainer Uwe Wehmeyer. Tatsächlich war es fast ausschließlich Helpups Mittelstürmer Marcel Reimer, der die Bexterhäger Hintermannschaft auf Trab hielt. Bis auf einen strammen Schuss, den Keeper Ivo Rolle erstklassig parierte, und einen unplatzierten Kopfball ließ das konzentrierte Innenverteidiger-Gespann Droste/Gromann gegen den vielleicht besten Mann auf dem Platz nicht viel zu.

Bexterhagen hingegen kombinierte sich ein ums andere Mal erfolgreich bis zum gegnerischen Strafraum - dort war meist aber auch Schluss, was nicht zuletzt der Tatsache geschuldet war, dass sich Goalgetter Ibrahim Camara teilweise gleich dreier Gegenspieler erwehren musste.
So resultierten die meisten vielversprechenden Torgelegenheiten im ersten Durchgang aus Ecken: Zunächst verfehlte Moritz Gromann per Kopf nur um Zentimeter (15.), ehe Ibrahim Camara einen tückischen Aufsetzer denkbar knapp am Tor vorbeisetzte. Kurz vor der Pause hatte das Bexterhäger Publikum den Torschrei bereits auf den Lippen: Sören Brüntrup am Strafraumrand steckte auf Dominik Dodt durch, dessen Schuss aus der Drehung jedoch für den bereits geschlagenen Helpuper Keeper auf der Linie geklärt wurde. So ging es mit einem torlosen Unentschieden, das vor allem aus Sicht der Gastgeber viel zu wenig war, in die Pause.

Die zweite Halbzeit war kaum angepfiffen, da hätte Helpups Marcel Reimer den TuS beinahe kalt erwischt: Am rechten Strafraumrand behauptete der Sturmtank zunächst stark den Ball gegen zwei Gegenspieler, ehe er aus spitzem Winkel ansatzlos abzog und den Außenpfosten traf - Glück für die Reds (46.)!
Generell spielte sich das Geschehen in der zweiten Hälfte allerdings vornehmlich in der Hälfte der Gäste ab, die nun noch tiefer standen. Entsprechend schwer tat sich der TuS Bexterhagen auch, eine Lücke in der Helpuper Deckung zu finden. Zu allem Überfluss schoss Sören Brüntrup einen Freistoß aus aussichtsreicher Position auch noch deutlich über den Kasten (57.) - es bahnte sich wie schon in den vergangenen Heimspielen ein wahres Geduldsspiel an.

Mit Anbruch der Schlussphase stand dann zunächst das Aluminium erneut im Mittelpunkt: Erst traf Helpups Simon Wittmann bei einem der wenigen Helpuper Konter das Gebälk (73.), ehe Alex Voss bei einem strammen Distanzschuss Pfosten-Pech hatte (76.). In der 81. Minute war es dann aber soweit: Thorben Meier behauptete den Ball im Strafraum und hatte nach der misslungenen Grätsche seines Gegenspielers genug Zeit, um den Ball überlegt in die lange Ecke zu schieben - 1:0 für die Reds!
Der Tabellenzweite rührte in den letzten Minuten erwartungsgemäß Beton an und brachte den knappen Vorsprung mit Glück und Geschick schließlich über die Zeit.
Am kommenden Sonntag geht es für den TuS Bexterhagen dann ins zweite von drei Heimspielen hintereinander. Mit dem TuS Asemissen II kommt die nächste Reserve an den Alten Postweg.

Aufstellung:

Ivo Rolle - Jan Hendrik Piel (Suleyman Diallo), Moritz Gromann, Julian Droste, Alexander Voss - Arne Middeldorf, Dominik Dodt (André Gronemeier), Sören Brüntrup, Tim Kunze - Thorben Meier (Oliver Kampmann), Ibrahim Sory Camara

Tore:

81. Minute 1:0 Thorben Meier

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Grosser sorgt für die Glanzlichter

TuS feiert Arbeitssieg in Wüsten

Nach zuletzt zwei aufeinander folgenden Spielen ohne Sieg ist der TuS Bexterhagen in die Erfolgsspur zurückgekehrt und hat sich - zumindest bis Sonntag - den zweiten Tabellenplatz gesichert. Beim letzten Endes ungefährdeten Sieg gegen das Tabellenschlusslicht Wüsten II war am Donnerstagabend jedoch eine Menge Arbeit nötig, um die drei Punkte einzufahren - auch, weil die Bexterhäger zu Beginn einem Rückstand hinterherliefen.
Die Begegnung in Wüsten war erst wenige Minuten alt, da musste Bexterhagens Torhüter Ivo Rolle bereits das erste Mal hinter sich greifen. Wüstens Marc Reissmann konnte auf dem linken Flügel von zwei Leuten nicht an der Flanke gehindert werden, und am ersten Pfosten stieg Aras Hassan am höchsten - 1:0 für den Underdog (06.)! Dass sowohl Kapitän Julian Droste als auch Ivo Rolle in der Situation genau ins Flutlicht guckten, war unglücklich - allerdings hatte Sören Brüntrup den Torschützen zuvor auch im Rücken aus den Augen verloren.

Der Tabellendritte aus Bexterhagen brauchte nach dem frühen Rückstand ein Weilchen, um in die Partie zu finden. "Wir haben uns in den ersten Minuten vielleicht ein wenig den Schneid abkaufen lassen", sollte Trainer Achim Wenzel später mutmaßen. "Dabei sollten wir eigentlich aus der letzten Saison wissen, dass sich die Kellerkinder mit allen Mitteln wehren."
Nach einer Viertelstunde bekam der TuS das Spiel dann allmählich in den Griff und zog das Tempo an. Dies hatte auch mit der Einwechslung von Clemens Grosser für den verletzten Alexander Voss zu tun. Doch obwohl die Gäste nun ein deutliches spielerisches Übergewicht verzeichneten, dauerte es bis zur 32. Minute, ehe sich die Reds auch belohnten: Arne Middeldorf brachte einen Freistoß aus dem Halbfeld an den Strafraum, Ibrahim Camara verlängerte per Kopf an den Fünfmeterraum und Moritz Gromann köpfte zum verdienten Ausgleich ein.
Mit dem 1:1 ging es schließlich auch in die Pause - allerdings nur deshalb, weil bei einem Kopfballduell im Strafraum ein klarer Schubser gegen Thorben Meier vom ansonsten souveränen Schiedsrichter ungeahndet blieb.

Da bereits gegen Ende des ersten Durchgangs der Kräfteverschleiß bei den Gastgebern offensichtlich wurde, drückten die Reds in der zweiten Hälfte von Beginn an weiter aufs Gaspedal. So dauerte es dann auch nur gut zehn Minuten, ehe ein Doppelschlag den Favoriten aus Bexterhagen auf die Siegerstraße brachte. Zunächst staubte Clemens Grosser zum 2:1 aus Bexterhäger Sicht ab, nachdem ein Schussversuch von Ibrahim Camara noch abgewehrt werden konnte (56.). Nur vier Zeigerumdrehungen später war es Camara selbst, der bei einem strammen Schuss von Dominik Dodt noch den Fuß reinhielt und auf 3:1 erhöhte (60.).

In der Folge kontrollierte der TuS die Partie gegen einen immer müder werdenden Gegner. Zwar versuchten die Wüstener trotz des Zwei-Tore-Rückstands, noch einmal die letzten Reserven zu mobilisieren, schwächten sich in der Schlussphase dann jedoch selbst mit einer gelb-roten Karte wegen Meckerns (81.).
Den sehenswerten Schlusspunkt setzte schließlich Bexterhagens Wirbelwind Clemens Grosser. Im Mittelfeld überhaupt nicht attackiert, nahm der Youngster aus rund 20 Metern Maß und traf sehenswert in den rechten Winkel zum 4:1-Endstand (90.).

"Spielerisch war es zu großen Teilen sicher keine Glanzleistung, aber darauf kam es heute Abend auch nicht an", urteilte der Torschütze zum 1:1, Moritz Gromann nach der Partie. "Entscheidend war, dass wir den Rückstand gut weggesteckt und Wüsten dann durch hohes Tempo läuferisch zermürbt haben."

Aufstellung:

Ivo Rolle - Jan Hendrik Piel, Moritz Gromann, Julian Droste, Alexander Voss (Clemens Grosser) - Serkan Arslan, Dominik Dodt, Sören Brüntrup, Arne Middeldorf (Suleyman Diallo) - Thorben Meier (André Gronemeier), Ibrahim Sory Camara

Tore:

06. Minute 1:0 Aras Hassan
32. Minute 1:1 Moritz Gromann
56. Minute 1:2 Clemens Grosser
60. Minute 1:3 Ibrahim Sory Camara
90. Minute 1:4 Clemens Grosser

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Bexterhagen lässt erneut wichtige Zähler liegen

Traf zur Führung für den TuS: Thorben Meier

2:2 gegen Lieme II spielt vor allem Tabellenführer Leese in die Karten

Es heißt, die Offensive gewinne Spiele, die Defensive jedoch Meisterschaften. Wie viel Wahrheitsgehalt in dieser Aussage steckt, lässt sich kaum verlässlich beantworten. Tatsache ist jedoch, dass die gegenwärtige Situation des TuS Bexterhagen diese These bei genauerem Hinsehen durchaus stützt. Das 2:2 gegen die SG Hörstmar/Lieme II bedeutete nicht nur weitere verlorene Punkte im Kampf um die Spitzenplätze in der Tabelle, sondern setzte auch einen unschönen Trend fort.
Gegen die Hörstmarer Zweitvertretung kassierte der TuS im sechsten Spiel in Folge mindestens ein Gegentor, insgesamt 13 in den letzten sechs Partien. Dass dem nur eine einzige Niederlage gegenübersteht, liegt an den bereits 28 Treffern auf der Habenseite. Natürlich sind Statistiken so eine Sache, doch scheinen die Reds gut beraten, die Verteidigung des eigenen Tores wieder ein wenig ernster zu nehmen. Das Heimspiel gegen Hörstmar/Lieme II bildete hier keine Ausnahme.

Der Start in die Begegnung verlief im wahrsten Sinne des Wortes holprig. Den Hausherren bereitete die Unebenheiten des eigenen Rasenplatzes anfangs einige Schwierigkeiten, verunglückte Pässe und Querschläger über den Ball ließen so manchen Zuschauer zunächst Schlimmeres befürchten. "Da dachte ich kurz: Oh Gott, was wird das denn heute für ein Tag?", gestand Defensivspezialist Moritz Gromann später. Glücklicherweise fing sich der TuS jedoch mit zunehmender Spieldauer und ging folgerichtig nach einer knappen halben Stunde in Front: Nach einer schönen Freistoß-Variante über Arne Middeldorf und Sören Brüntrup landete der Ball bei Alex Voss. Dessen Flanke konnten die Gäste noch klären, doch Sören Brüntrup brachte den Abpraller noch einmal an den langen Pfosten, wo Thorben Meier zum 1:0 einnickte (26.).
Die Freude über die Führung währte jedoch nicht lange. Bexterhagen konnte einen Eckball nicht endgültig klären, der folgende Torschuss wurde abgefälscht und landete genau vor den Füßen eines Hörstmarer Spielers, der aus kurzer Distanz mühelos einschob - 1:1 (32.).
Und es kam noch dicker für die Reds: Bei einem langen Pass der Gäste aus der eigenen Hälfte war die TuS-Hintermannschaft zu weit aufgerückt, sodass Hörstmars Dominik Granitzka aus der eigenen Hälfte startend nicht mehr einzuholen war. Frei vor Ivo Rolle vollstreckte der Stürmer zur Führung für den Tabellensechsten (40.).
Doch auch diese Führung hielt nur wenige Minuten, weil Bexterhagen quasi mit dem Pausenpfiff ausgleichen konnte: Jan Piel schaltete sich mit nach vorne ein und brachte eine Flanke an den Fünfmeterraum. Dort behinderten sich Torhüter und Abwehrspieler der SG Hörstmar/Lieme II, was Ibrahim Sory Camara eiskalt ausnutzte und per Kopf auf 2:2 stellte (45.).

Die zweite Halbzeit bot viel Einbahnstraßenfußball, denn es spielten fast ausschließlich die Gastgeber. Allerdings wollte der dritte Treffer trotz einiger Torgelegenheiten einfach nicht fallen. Ein Freistoß von Arne Middeldorf etwa geriet zu hoch (56.), während Ibrahim Camara aus elf Metern nicht platziert genug abschloss (76.). Die vielleicht beste Möglichkeit im zweiten Durchgang hatte Sören Brüntrup auf dem Fuß, doch dessen gefühlvollen Schlenzer fischte SG-Schlussmann Michael Krüger mit einer Glanztat aus dem langen Eck (68.). "Ganz ehrlich: Den hab ich schon drin gesehen", gab Brüntrup unumwunden zu.
Obwohl der TuS die zweite Hälfte klar bestimmte, hätten um ein Haar die Gäste den Sieg davon getragen. Nach einer Bexterhäger Ecke schaltete Hörstmar schnell um und spielte den Ball über wenige Stationen in die Spitze, wo sich auf einmal Jan Piel als letzter Mann im 1-gegen-1 wiederfand, die brenzlige Situation jedoch bravourös meisterte (81.). "Das hat er stark gelöst", befand Co-Trainer Uwe Wehmeyer nach dem Spiel.
Obwohl die Reds auch in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne warfen, wollte der Ball einfach nicht mehr ins Tor. So blieb es schließlich beim Remis, das den Hausherren jedoch nicht sonderlich weiterhilft: Da Spitzenreiter Leese erneut gewann (einziger Punktverlust bislang beim 2:2 gegen unseren TuS), beträgt der Abstand auf den ersten Platz inzwischen sieben Punkte. Für Bexterhagen geht es bereits am Donnerstag weiter, das Team um Kapitän Julian Droste gastiert bei Wüsten II. Nach den vielen Gegentoren in den letzten Wochen dürfte eine konzentriertere Defensivleistung der gesamten Mannschaft die Basis für einen Sieg darstellen.

Aufstellung:

Ivo Rolle - Jan Hendrik Piel, Moritz Gromann, Julian Droste, Alexander Voss - Suleyman Diallo, Arne Middeldorf, Sören Brüntrup, Eric Wöhler (Serkan Arslan) - Thorben Meier (Tobias Ullmann), Ibrahim Sory Camara

Tore:

26. Minute 1:0 Thorben Meier
32. Minute 1:1 Nico Borchardt
40. Minute 1:2 Dominik Granitzka
45. Minute 2:2 Ibrahim Sory Camara

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Der Ball ist rund...

Seine drei Tore reichten nicht zum Sieg: Ibrahim Sory Camara

Reds kassieren trotz Führung erste Saison-Niederlage

...und ein Spiel dauert 90 Minuten. Obwohl der vielleicht berühmteste Satz aus dem Munde Sepp Herbergers wie eine abgedroschene Fußballer-Floskel daherkommen mag, ließ er sich doch durchaus anwenden auf den Auftritt des TuS Bexterhagen beim TuS Lipperreihe II am vergangenen Sonntag. Trotz eines Drei-Tore-Vorsprungs unterlagen die Reds am Ende mit 4:3.
Eine knappe Stunde lang zeigt das Team um Kapitän Julian Droste gefälligen Fußball und führt komfortabel mit 3:0. Goalgetter Ibrahim Sory Camara hatte zunächst per Elfmeter (22., herausgeholt von Moritz Gromann) und nach zwei schönen Flanken von Jan Hendrik Piel (40.) sowie Arne Middeldorf (50.) einen Dreierpack geschnürt. Zu diesem Zeitpunkt erscheint es aus Bexterhäger Sicht kaum vorstellbar, dass hier noch etwas anbrennen könnte. Zwar lässt sich die Lipperreiher Zweitvertretung selbst angesichts des großen Rückstands nicht hängen, präsentiert sich jedoch speziell defensiv viel zu anfällig und offensiv lange Zeit zu uninspiriert, um tatsächlich für einen Punktgewinn in Frage zu kommen.

Was sich ab der 60. Minute dann allerdings auf dem Platz abspielt, dürfte auch mit etwas Abstand noch schwer zu erklären sein. Lipperreihe verkürzt zunächst, quasi aus dem Nichts, per Abstauber nach einem Freistoß auf 1:3 (60.). "Komplett unnötig", kommentiert Sören Brüntrup das vorausgegangene Foul. "Wir brauchten den Spieler nur zu stellen." Kurze Zeit später stellt Stephan Krause per Strafstoß zum 2:3 den Anschluss her (67.). Abwehrkante Moritz Gromann wundert sich über den Elfmeterpfiff "schon ein wenig. Der Lipperreiher Spieler fragt den Schiedsrichter sogar selbst, wofür es den Elfmeter eigentlich gegeben habe." Aber: "Am Ausgang des Spiels sind ganz allein wir schuld."
Als nur vier Minuten später der Ausgleich für Lipperreihe fällt (71.) - nach einer Standardsituation, was sonst? - haben die Hausherren das Momentum endgültig auf ihrer Seite. Lipperreihe spielt auch jetzt keinen guten Fußball, profitiert jedoch von der spürbaren Verunsicherung, die sich angesichts des verspielten Vorsprungs in den Gesichtern der Bexterhäger Spieler ablesen lässt. Obwohl das späte 4:3 durch Lipperreihes Henning Brinker (87.) zunächst wie der endgültige K.o.-Schlag anmutet, bäumen sich die Schützlinge von Trainer Achim Wenzel noch ein letztes Mal auf und haben in Person von Dominik Dodt (90.) und Tobias Ullmann (93.) sogar noch zwei große Chancen auf den Ausgleich, doch am Ende steht tatsächlich die erste Niederlage in der Spielzeit 2016/17.

"Lipperreihe hat heute völlig verdient gewonnen", zeigte sich Achim Wenzel hinterher als fairer Verlierer. "Wir haben nach dem 3:0 so ein bisschen das Spielen eingestellt, die Wege ohne Ball nicht mehr gemacht." Einen Rat gab der Coach seinen Spielern dabei gleich mit auf den Weg: "Aus solchen Spielen kannst du auch eine Menge mitnehmen. Wenn wir die richtigen Schlüsse daraus ziehen, kann uns das im weiteren Saisonverlauf vielleicht sogar nochmal zugute kommen." Im Heimspiel gegen die SG Lieme/Hörstmar II kann sein Team direkt zeigen, ob es die richtigen Lehren aus dieser Niederlage gezogen hat.

Aufstellung:

Dennis Wehmeyer - Jan Hendrik Piel, Moritz Gromann, Julian Droste, Dominik Precht (Oliver Kampmann) - Arne Middeldorf, André Gronemeier, Sören Brüntrup (Tobias Ullmann), Serkan Arslan (Dominik Dodt) - Suleyman Diallo, Ibrahim Sory Camara

Tore:

22. Minute 0:1 Ibrahim Sory Camara (FE)
40. Minute 0:2 Ibrahim Sory Camara
50. Minute 0:3 Ibrahim Sory Camara
60. Minute 1:3 Marcel Weigmann
67. Minute 2:3 Stephan Krause (FE)
71. Minute 3:3 Patrick Theismann
87. Minute 4:3 Henning Brinker

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Die Jungen müssen es richten

Wiederholungstäter: Dominik Dodt traf erneut entscheidend

Co-Produktion der Nachwuchs-Talente beschert dem TuS einen knappen Heimsieg

Was am Ende zählt, sind die drei Punkte - so eine alte Binsenweisheit im Fußball. Und so war beim 2:1-Sieg gegen den TuS RW Grastrup-Retzen auch für die Beteiligten vom TuS Bexterhagen das Resultat das alles Entscheidende. Denn: Trotz einer vor allem in der ersten Halbzeit dürftigen Leistung stand am Ende der sechste Dreier im achten Spiel zu Buche.
Das Trainer-Dasein beim TuS Bexterhagen gehört dieser Tage zu den entspanntesten Freizeit-Tätigkeiten im lippischen Amateur-Fußball, angesichts von sechs Siegen und zwei Remis aus bislang acht Liga-Partien - sollte man meinen. Doch beim Heimspiel gegen den TuS RW Grastrup-Retzen musste sich Achim Wenzel so sehr ärgern wie bislang selten in dieser Spielzeit. "So wie wir hier in der ersten Hälfte aufgetreten sind, waren einige scheinbar immer noch etwas benebelt vom Ahmsen-Spiel", deutete der Cheftrainer der Reds an, dass der eine oder andere die Partie womöglich auf die leichte Schulter genommen haben könnte.

In der Tat sahen die Fans der Hausherren zu Beginn eine oftmals fahrig agierende Mannschaft ohne zwingenden Zug zum Tor und die nötige Aggressivität im Zweikampf. Dass sich zu allem Überfluss auch noch Flügelflitzer Paul Hersekorn nach nur fünf Minuten verletzte und nun wochenlang ausfallen wird, war geradezu symptomatisch für die Bexterhäger Leistung in den ersten 45 Minuten. Hoffnung auf Besserung brachte vor allem die Tatsache, dass es zur Pause 1:1 stand. Nach einem scharf getretenen Freistoß von Arne Middeldorf egalisierte Ibrahim Sory Camara die Führung der Gäste in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs (45.+3). Zuvor hatte Retzens Valentino Ivanov die Bexterhäger Passivität bei einem Eckball bestraft (20.).
In der Kabine, so viel darf verraten werden, fand Achim Wenzel zu Recht deutliche Worte für die stark verbesserungswürdige Darbietung seiner Elf.

Die Worte des erfahrenen Trainers zeigten durchaus Wirkung. Mit deutlich mehr Entschlossenheit und Tempo im Offensivspiel kamen die Reds aus der Kabine und setzten Retzen nun besser unter Druck. Die Gäste, im ersten Durchgang noch auf Augenhöhe, waren nun vor allem defensiv gefordert und kamen bis auf einen Schuss von Janis Flügge kaum noch gefährlich vor den Kasten von Ivo Rolle. Umgekehrt bissen sich jedoch auch die Hausherren lange Zeit mehr oder minder die Zähne an der Retzer Hintermannschaft aus.
So bedurfte es schließlich eines Zusammenspiels der beiden jüngsten Akteure auf dem Feld, um die Entscheidung in dieser engen Begegnung herbeizuführen: Clemens Grosser, nach kurzer Verschnaufpause wieder eingewechselt, tankte sich energisch auf dem rechten Flügel durch und fand mit seiner Flanke an der Strafraumkante Dominik Dodt, der den Ball technisch anspruchsvoll per Halbvolley über Retzens Torhüter Tobias Epmeier hinweg ins lange Eck beförderte (70.). "Dass der Keeper zu weit vorne stand, habe ich nur aus dem Augenwinkel gesehen", gestand der Torschütze mit einem verschmitzten Lächeln. "Ich hatte keine Zeit, mich zu drehen, deshalb wollte ich den Ball einfach aufs Tor bringen." Apropos wichtige Traumtore: Dodt wurde als "Wiederholungstäter" auffällig. Bereits gegen den BSV Leese hatte der Youngster per Volleyabnahme den späten Ausgleich besorgt.

Obwohl zu diesem Zeitpunkt noch 20 Minuten auf der Uhr standen, änderte sich am Ergebnis nichts mehr. Retzen versuchte zwar noch einmal ein Aufbäumen, doch angesichts sichtlich schwindender Kräfte resultierte dies zuvorderst in vielen Fouls in der Schlussphase. Bexterhagen wiederum wusste die sich bietenden Räume an diesem Nachmittag nicht zu nutzen, sodass es beim 2:1 blieb.
"Heute haben uns die Jungspunde den Sieg gerettet, nächste Woche müssen die Älteren es auch mal wieder selbst richten", mahnte Co-Trainer Uwe Wehmeyer nach der Partie mit einem Augenzwinkern.

Nach zwei englischen Wochen können die Lemgoer B-Ligisten nun endlich mal wieder etwas durchpusten. Der nächste Spieltag findet erst am kommenden Sonntag statt - dann reist der TuS zur Lipperreiher Reserve.

Aufstellung:

Ivo Rolle - Oliver Kampmann, Moritz Gromann, Dominik Precht, Julian Droste - Clemens Grosser (Ibrahim Sory Camara), Dominik Dodt, Sören Brüntrup, Paul Hersekorn (Arne Middeldorf) - Tobias Ullmann, Thorben Meier (Jan-Hendrik Piel)

Tore:

20. Minute 0:1 Valentino Ivanov
45.+3 Minute 1:1 Ibrahim Sory Camara
70. Minute 2:1 Dominik Dodt

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Bexterhagen bebt!

Spieler der Partie: Clemens Grosser

Reds entführen in einem völlig verrückten Spitzenspiel drei Punkte aus Ahmsen

Was für ein Fußballspiel! In der vermutlich turbulentesten und packendsten Partie der bisherigen Saison schlug der TuS Bexterhagen den Tabellennachbarn aus Ahmsen auswärts sensationell mit 4:3 und landete damit einen wahren Big Point gegen einen Aufstiegsanwärter. Während Bexterhagen vor allem in der Schlussphase noch einmal richtig aufdrehte, haderten die Gastgeber vor allem mit dem Unparteiischen.
Trainerfuchs Achim Wenzel hatte sich angesichts der Personalnot seiner Mannschaft eine besondere Taktik für die schwere Partie in Ahmsen einfallen lassen. "Wir wollten vor allem die Mitte verdichten und Ahmsen durch punktuelles Pressing zu Fehlpässen und langen Bällen zwingen. Das hat einige Male auch gut geklappt, Luft nach oben war da allerdings noch."

Tatsächlich erwischten die Reds - auch dank des aggressiven Pressings zu Beginn - einen Start nach Maß: Nach einer Balleroberung im Mittelfeld schaltete Sören Brüntrup blitzschnell um und schickte Eric Wöhler auf die Reise. Der zog mit Tempo in den Stafraum, ließ noch einen Verteidiger aussteigen und vollstreckte dann ganz cool zum frühen 0:1 (08.).
Die Freude über die Führung währte allerdings nur kurz, denn Ahmsen antwortete in Person seines Goalgetters Sören Seifert nur wenige Zeigerumdrehungen später mit dem Ausgleich: Nach einer vermeintlich harmlosen Kopfballverlängerung stahl sich Seifert gekonnt im Rücken der Abwehr davon und ließ Ivo Rolle anschließend keine Chance - 1:1 (11.)!
Die zahlreichen Zuschauer an der Werrekampfbahn in Ahmsen sahen auch in der Folge ein temporeiches Duell, das hin- und herwogte. So verpasste Clemens Grosser, ein ständiger Unruheherd am heutigen Abend, nach starker Einzelleistung die erneute Führung für die Gäste (21.), während sich auf der Gegenseite dem aufgerückten Lars Brüntrup zwei gute Ahmser Einschussmöglichkeiten boten (24., 28.).
Nach einer guten halben Stunde musste Bexterhagens Schlussmann Ivo Rolle dann jedoch endgültig ein zweites Mal hinter sich greifen. Erneut setzte sich der präsente Sören Seifert an der Strafraumkante durch und flankte mit Übersicht an den langen Pfosten, wo Damian Janik zum 2:1 für die Hausherren einköpfte (32.). "Bei diesen Dingern haben wir ein, zweimal geschlafen", ärgerte sich Kapitän Moritz Gromann in der Halbzeit zu Recht. Dabei wäre Bexterhagen kurz vor der Pause beinahe noch zum Ausgleich gekommen, doch Tim Kunze köpfte nach maßgenauer Flanke von André Gronemeier um Zentimeter neben das Gehäuse, sodass es mit dem knappen Rückstand in die Kabine ging.

Achim Wenzel reagierte und brachte zu Beginn des zweiten Durchgangs mit Ibrahim Camara den besten Bexterhäger Torschützen der laufenden Saison. Und die Reds brauchten erneut keine lange Anlaufzeit! Kaum zehn Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, als Clemens Grosser zunächst auf dem rechten Flügel entwischte und anschließend Sören Brüntrup im Strafraum bediente. Der setzte sich erst gegen zwei Gegenspieler durch und legte dann ab auf - natürlich - Ibrahim Camara, der mit einem sehenswerten Schlenzer ins lange Eck mustergültig zum 2:2 vollendete (54.)!
Leider zeigten sich die Gäste nach eigenem Treffer erneut schlafmützig in der Defensive. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld hob ein Spieler das Abseits auf, wodurch Ahmsens Mittelfeldmann allein aufs Bexterhäger Tor zuspatzierte. In letzter Sekunde grätschte Oliver Kampmann im Strafraum dazwischen, traf aber wohl zuerst den Gegner - Strafstoß war die logische Konsequenz. Dass der Schiedsrichter das Foul Kampmanns nicht als Notbremse wertete und folglich auch keinen Platzverweis aussprach, wurde hernach noch kontrovers diskutiert und sollte sich gewissermaßen als Ausgangspunkt eines turbulenten Schlussdrittels erweisen. "Wenn er Elfmeter pfeift, muss er auch Rot geben. Der Spieler war klar letzter Mann", echauffierte sich Ahmsens Fußball-Obmann Lothar Köhnemann. "Der Schiedsrichter schien sich nicht 100% sicher zu sein, ob sein Pfiff überhaupt berechtigt war", mutmaßte Bexterhagens Co-Trainer Uwe Wehmeyer. "Vermutlich hat er es deshalb beim Elfmeter belassen." Ungeachtet der Diskussionen bewahrte Ahmsens Sören Seifert vom Punkt die Nerven und schnürte den Doppelpack zum 3:2 (58.).
Nur eine Minute später waren Seifert und der Unparteiische erneut die Protagonisten: Nach einem Foul im Mittelfeld forderte Seifert erst lautstark eine Karte und ließ sich dann zu der Frage "Wollen Sie uns hier verarschen?" hinreißen, was - begleitet von wütenden Ahmser Protesten - Schiedsrichter Patrick Elfers mit einer glatten roten Karte quittierte.
Wer gedacht hatte, dass sich die Partie nun womöglich mal eine kleine Auszeit nehmen könnte, irrte jedoch gewaltig. Erneut verging nur eine Minute, als der bärenstarke Clemens Grosser einen schlampigen Rückpass auf Ahmsens Tim Köhnemann an diesem vorbeispitzelte und zum abermaligen Bexterhäger Ausgleich vollstreckte - 3:3 (60.)!
Mit einem Mann mehr witterten die Schützlinge von Achim Wenzel nun die Chance auf den Sieg, doch trotz leichten spielerischen Übergewichts schien ein weiteres Tor an diesem Abend nicht mehr fallen zu wollen. Die Gastgeber wirkten ihrerseits unschlüssig, ob sie in Unterzahl den Punkt verteidigen oder doch noch einmal eine Schlussoffensive starten wollten.
Als es beinahe den Anschein hatte, als könnten die Kontrahenten sich nach intensivem Kampf mit dem Unentschieden anfreunden, hatten die Reds noch einen Pfeil im Köcher. Nach gelungenem Doppelpass mit Clemens Grosser hatte Sören Brüntrup mit einem Steilpass das Auge für den eingewechselten Arne Middeldorf, der sofort aus der Drehung abzog und - unter gütiger Mithilfe des Ahmser Keepers - zum 3:4 traf (89.)! Lautstark angepeitscht von den mitgereisten Bexterhäger Fans brachte der TuS den knappen Vorsprung über die Zeit und belohnte sich damit für eine kämpferische Meisterleistung. Dass die Hausherren nach dem Schlusspfiff die Schuld vor allen Dingen beim Schiedsrichter suchten, war Trainer Achim Wenzel herzlich egal: "Wenn du in Ahmsen vier Tore erzielst, kannst du so ein unverdienter Sieger nicht sein. Was meine Jungs hier heute kämpferisch und vereinzelt auch spielerisch gezeigt haben, kann ich gar nicht hoch genug bewerten. Solche Spiele sind die absoluten Highlights!"

Aufstellung:

Ivo Rolle - Oliver Kampmann, Moritz Gromann, Dominik Precht, Paul Hersekorn - Dominik Dodt (Jan-Hendrik Piel), Sören Brüntrup, André Gronemeier - Tim Kunze (Ibrahim Camara), Clemens Grosser, Eric Wöhler (Arne Middeldorf)

Tore:

08. Minute 0:1 Eric Wöhler
11. Minute 1:1 Sören Seifert
32. Minute 2:1 Damian Janik
54. Minute 2:2 Ibrahim Camara
58. Minute 3:2 Sören Seifert (FE)
60. Minute 3:3 Clemens Grosser
89. Minute 3:4 Arne Middeldorf

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Dodts Kunstschuss sichert einen Punkt

Dominik Dodt

TuS erkämpft sich beim Tabellenführer einen Zähler

Der TuS Bexterhagen hat einen Punkt aus dem Spitzenspiel bei Tabellenführer BSV Leese entführt und bleibt damit auch nach sechs Spieltagen ungeschlagen. In einem Spiel auf mäßigem Niveau musste der TuS trotz zwischenzeitlicher Führung lange einem Rückstand hinterherlaufen, ehe Dominik Dodt die kämpferische Leistung in der zweiten Hälfte mit dem späten Ausgleich belohnte.
Der TuS Bexterhagen stand wie schon gegen die TSG Holzhausen zunächst bewusst tief, machte die Räume eng und ließ die Hausherren kommen. Der BSV Leese ließ sich allerdings nicht aus der Reserve locken und operierte wie gewohnt mit vielen langen Bällen auf die Spitzen Jan Ploeger und Jessie Hinrichs, wobei letzterer die Bexerhäger Defensive bereits nach fünf Minuten das erste Mal auf die Probe stellte. Bei eigenem Ballbesitz ließen die Wenzel-Schützlinge das Spielgerät gut durch die eigenen Reihen laufen, jedoch fehlte im Spiel nach vorn die Durchschlagskraft. "Es war ohne Ball zu wenig Bewegung drin, speziell im letzten Drittel haben wir die Räume einfach nicht gut besetzt", monierte Innenverteidiger Moritz Gromann im ersten Durchgang zurecht.

Auch deshalb kam die Führung für den TuS durchaus überraschend. Eine Flanke aus dem Halbfeld sprang einem Leeser Verteidiger im Strafraum an den Arm, worauf die Unparteiische auf Strafstoß entschied - eine knifflige Entscheidung, wenngleich die Gastgeber auch nur halbherzig protestierten. Sören Brüntrup behielt die Nerven und verwandelte souverän zum 0:1 (23.).
Kurioserweise gab die Führung den Gästen nicht mehr Sicherheit. Zwar spielte der BSV ebenfalls keinen ansehnlichen Fußball, doch kamen die Leeser mit ihrem eigentlich simplen und dennoch effektiven Mittel - lange Bälle in die Spitze - mehrfach gefährlich vor das Tor von Ivo Rolle. Als es dennoch danach aussah, dass die Reds ihre knappe Führung mit in die Halbzeit nehmen würden, kam der Tabellenprimus - und dies nicht unverdient - zum Ausgleich: Nach einem Eckball, der zuvor in seiner Entstehung "mehr als unnötig" (Kapitän Julian Droste) war, war Leeses Sturmtank Jan Ploeger mit dem Kopf zur Stelle (44.). Kurz darauf ertönte der Halbzeitpfiff.

Die zweite Hälfte begann turbulent: Gerade zehn Minuten waren gespielt, als die Schiedsrichterin einem Leeser Mittelfeldspieler die gelb-rote Karte zeigte. Der TuS hatte kaum Zeit, sich mit der Überzahl anfreunden zu können - da stand es bereits 2:1 für Leese! Ein weiterer von an diesem Nachmittag unzähligen langen Bällen fand einmal mehr Jan Ploeger, der sich gegen Moritz Gromann resolut den nötigen Platz im Strafraum verschaffte und Ivo Rolle aus kurzer Distanz keine Chance ließ (56.).
Das Tor kam einem Weckruf gleich, denn von jetzt an schaltete die Reds plötzlich einen Gang hoch und übernahmen das Kommando auf den Platz. Echte Torchancen blieben gegen die tief stehenden Hausherren freilich aus, ein Schuss von Alexander Voss (67.) und ein Kopfball von Moritz Gromann (78.) verfehlten ihr Ziel doch deutlich. Dass sich Bexterhagen schlussendlich doch noch für die zumindest kämpferisch überzeugende Leistung im zweiten Durchgang belohnte, war Dominik Dodt zu verdanken. Das Talent aus dem eigenen Nachwuchs nahm eine Kopfballverlängerung vom eingewechselten Tim Kunze mit vollem Risiko und erzielte mit einem sehenswerten Volleytreffer den umjubelten Ausgleich (89.).

"Wir sind heute nicht gerade auf einen übermächtigen Gegner getroffen, aber da wir selbst auch nicht unser bestes Spiel gezeigt haben, müssen wir mit dem Punkt letztendlich zufrieden sein", zeigte sich Sören Brüntrup im Nachgang etwas zwiegespalten, vor allem aber verärgert über die speziell in der ersten Halbzeit dürftige Leistung. Fraglos wird am Donnerstag in Ahmsen eine stärkere Leistung erforderlich sein, um auch dort etwas mitzunehmen.

Aufstellung:

Ivo Rolle - Paul Hersekorn, Moritz Gromann, Julian Droste, Oliver Kampmann - Arne Middeldorf, Dominik Dodt (Alexander Voss), André Gronemeier (Tim Kunze), Sören Brüntrup, Clemens Grosser (Dominik Precht) - Tobias Ullmann

Tore:

23. Minute 0:1 Sören Brüntrup (HE)
44. Minute 1:1 Jan Ploeger
56. Minute 2:1 Jan Ploeger
89. Minute 2:2 Dominik Dodt

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Gerechte Punkteteilung gegen Holzhausen

Tim Haak

TuS hadert mit der eigenen Chancenverwertung

Die Siegesserie des TuS Bexterhagen ist am fünften Spieltag gerissen. Gegen die TSG Holzhausen reichte es vor heimischer Kulisse am Donnerstagabend nur zu einem 1:1. Während die Bexterhäger trotz frühen Rückstands in der ersten Halbzeit klar tonangebend waren und einige gute Einschussmöglichkeiten ungenutzt ließen, verzeichnete die konterstarke TSG im zweiten Abschnitt die besseren Chancen.
Achim Wenzel hatte seinem Team zunächst eine defensive Marschroute mit auf den Weg gegeben, um die ebenfalls eigentlich abwartend agierenden Holzhauser aus der Reserve zu locken. Die Taktik des Bexterhäger Coaches wurde jedoch schon nach neun Minuten über den Haufen geworfen, als ein eigentlich harmloser Freistoß von Holzhausens Christian Hansmann nach einem Missverständnis in der sonst so stabilen Reds-Defensive ins Tor segelte - 0:1!

Die Hausherren schüttelten den Schock des frühen Rückstands jedoch rasch ab und drängten auf den Ausgleich. Und das Engagement des TuS wurde belohnt: Tim Haak erlief einen vermeintlich zu langen Pass in den Strafraum stark und überwand Holzhausens Schlussmann Daniel Stüdemann aus kurzer Distanz zum 1:1 (22.).
Bexterhagen blieb nun am Drücker und erspielte sich eine Reihe aussichtsreicher Möglichkeiten, doch Thorben Meiers Kopfball geriet zu hoch (28.), während Tim Haak nach Kopfballverlängerung Meiers am Tor vorbei zielte (33.). Die womöglich beste Gelegenheit zur Führung bot sich dem aufgerückten Paul Hersekorn, der eine maßgenaue Flanke von Serkan Arslan per Volleyabnahme knapp über das Gehäuse setzte (43.). Von den Gästen kam im ersten Abschnitt kaum Nennenswertes, was auch an der nun wieder aufmerksamen TuS-Hintermannschaft um Kapitän Julian Droste lag. Folgerichtig ging es mit dem 1:1 in die Pause.

Achim Wenzel brachte zur zweiten Halbzeit mit Dominik Dodt einen frischen Mann, um den Schwung aus der ersten Hälfte mitzunehmen. Allerdings entglitt den Gastgebern nun ein wenig die Kontrolle über die Partie, was auch an der wieder etwas stärker werdenden TSG lag. "Man muss den Holzhausern attestieren, dass sie bislang als einziger Gegner konditionell mit uns mithalten konnten", sprach Trainer Wenzel dem Kontrahenten im Nachgang ein Lob aus.
Dem neutralen Zuschauer bot sich im zweiten Durchgang ein offener und temporeicher Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. So scheiterte etwa Dominik Dodt nach einer schönen Kombination über drei Stationen aus leicht spitzem Winkel an TSG-Keeper Stüdemann (76.), der wenig später auch einen Distanzschuss von Sören Brüntrup sehenswert parierte (81.). Auf der Gegenseite hatten die Gäste aus Holzhausen schon zuvor nach einiger Unordnung im Bexterhäger Strafraum eine große Doppel-Chance auf die erneute Führung (65.), zudem zielte TSG-Goalgetter Fabian Rönicke in der Schlussphase knapp am Tor vorbei (84.). So mussten sich beide Teams in einer teilweise hektischen, aber über weite Strecken packenden Partie schlussendlich mit einem leistungsgerechten Remis zufrieden geben. "Wir haben es im ersten Durchgang versäumt, mit einer Führung in die Halbzeit zu gehen. Das ärgert einen natürlich. Nach hinten raus geht das Ergebnis dann aber in Ordnung", fasste Kapitän Julian Droste das Spiel treffend zusammen.
Für den TuS stehen nun nacheinander die beiden Spitzenspiele gegen Tabellenführer Leese und den Aufstiegsanwärter TuS Ahmsen an. Danach wird sich genauer sagen lassen, wohin die Reise für die Wenzel-Schützlinge in dieser Saison geht.

Aufstellung:

Ivo Rolle - Oliver Kampmann, Moritz Gromann, Julian Droste, Paul Hersekorn - Arne Middeldorf (Dominik Dodt), Sören Brüntrup, Clemens Grosser, Serkan Arslan (André Gronemeier) - Tim Haak (Tobias Ullmann), Thorben Meier

Tore:

09. Minute 0:1 Christian Hansmann
22. Minute 1:1 Tim Haak

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Hersekorn setzt den Lucky Punch

Paul Hersekorn

Reds siegen in Lemgo glücklich mit 1:0

Der Jubel war groß bei den rot gekleideten Männern. 89 Minuten lang hatte sich der TuS Bexterhagen beim Aufsteiger SC Lemgo/West enorm schwer getan, ehe Paul Hersekorn zum Last-Minute-Sieg traf. Damit wahrten die Wenzel-Schützlinge auch im vierten Liga-Spiel ihre weiße Weste und grüßen weiterhin vom zweiten Tabellenplatz.
Bereits beim Betreten des katastrophalen Rasenplatzes auf der Lemgoer Westalm war allen Beteiligten klar, dass dieses Spiel sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht als Fußball-Leckerbissen verdächtig machen würde. Auch von der bisher mageren Punkteausbeute des Gegners wollte sich beim TuS niemand blenden lassen - "das wird heute ein ekliges Ding", sollte Kapitän Julian Droste schon vor dem Anpfiff recht behalten.

Im zum ersten Mal praktizierten 4-3-3-System hatten die Gäste von Beginn an ihre liebe Mühe, das Spiel und den Gegner in den Griff zu bekommen. Querschläger, Fehlpässe und technische Mängel auf beiden Seiten erstickten jeden Anflug von Spielfluss im Keim, Torchancen blieben reine Zufallsprodukte. Die beste Chance in der ersten Halbzeit verzeichneten zudem die Gastgeber aus Lemgo: Ein missglückter Klärungsversuch der Bexterhäger Hintermannschaft geriet zum Steilplass für SC-Stürmer Jan Hendrick Billotin, der frei vor Ivo Rolle jedoch lediglich das Außennetz traf.
Der TuS hingegen blieb in der ersten Hälfte komplett den Nachweis schuldig, zurecht soweit oben im Tableau zu stehen - kein Wunder also, dass Coach Achim Wenzel zum ersten Mal in dieser Saison um einen ausgeglichenen Blutdruck fürchten musste, als es zum Pausentee in die Kabine ging.

Dort schien Wenzel zunächst durchaus die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Bexterhäger kamen deutlich schwungvoller aus der Pause, nahmen die Zweikämpfe besser an und versuchten, Druck auf die Lemgoer Defensive aufzubauen. Allein, zwingende Einschussmöglichkeiten ergaben sich aus dem leichten spielerischen Übergewicht nach wie vor nicht - zu überhastet schlossen die Reds in Person von Sören Brüntrup (47., 81.) und Paul Hersekorn (65.) ab oder rannten sich in der vielbeinigen SC-Abwehr fest. Einzig nach Standards entwickelte der TuS zumindest vereinzelt Torgefahr: Sören Brüntrups Freistoß aus halbrechter Position geriet noch zu zentral (71.), Ibrahim Camara verfehlte das Tor nach Eckbällen jeweils nur um Zentimeter (72., 76.).
Vom SC Lemgo/West waren im zweiten Durchgang hingegen kaum mehr konstruktive Offensivbemühungen zu sehen.Wenn überhaupt, dann lud der TuS Bexterhagen den Aufsteiger durch schlampig gespielte Pässe zu Kontern ein, aus denen jedoch ebenfalls keine ernstzunehmenden Torchancen entsprangen.

So sah es bis kurz vor Schluss stark nach einem torlosen Remis aus, obwohl die eingewechselten Clemens Grosser und André Gronemeier durchaus noch einmal für frischen Wind sorgten. Die Protagonisten des umjubelten Siegtreffers waren jedoch andere: Dominik Dodt bediente von der linken Seite mit viel Übersicht Paul Hersekorn, der noch einen Gegenspieler aussteigen ließ und den Ball anschließend aus kurzer Distanz zum erlösenden 0:1 in die Maschen drosch (89.).
"Wir hätten uns nach dieser Leistung sicher auch nicht über ein Unentschieden beschweren dürfen", gab Erfolgstrainer Achim Wenzel nach Schlusspfiff unumwunden zu. "Aber wenn du oben stehst, gewinnst du solche Spiele plötzlich auch mal mit etwas Glück - letzte Saison hätten wir so ein Ding noch verloren."

Fazit: Die Reds konnten ihre makellose Bilanz trotz einer spielerisch schwachen Vorstellung weiter ausbauen und setzen sich vorläufig im oberen Tabellendrittel fest. Nun geht das Team um Kapitän Julian Droste in richtungsweisende (englische) Wochen: Zunächst gastiert mit der TSG Holzhausen ein unangenehmer Gegner am Donnerstagabend am Alten Postweg, ehe die beiden Spitzenspiele gegen den BSV Leese und den TuS Ahmsen ins Haus stehen.

Aufstellung:

Ivo Rolle - Oliver Kampmann, Moritz Gromann, Julian Droste, Alexander Voss - Arne Middeldorf (André Gronemeier), Sören Brüntrup, Dominik Dodt (Tim Haak) - Paul Hersekorn, Ibrahim Camara (Clemens Grosser), Serkan Arslan

Tore:

89. Minute 0:1 Paul Hersekorn

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